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Tagungsbericht

Das Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz, Fachbereich für Ältere deutsche Sprache und Literatur, veranstaltete gemeinsam mit Abt und Konvent des Stiftes Rein unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anton Schwob und Dr. Karin Kranich-Hofbauer ein internationales Symposion zum Thema Zisterziensisches Schreiben im Mittelalter. Das Skriptorium der Reiner Mönche.

Dazu trafen sich rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dem ältesten noch bestehenden Zisterzienserstift der Welt vom 14. bis zum 17. Mai 2003. Stift Rein war damit erstmals Kern- und Ausgangpunkt breit gestreuter wissenschaftlicher Betrachtungen aus den Bereichen Germanistik, Paläographie, Kodikologie, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Geschichte und Theologie. Im interdisziplinären Wissens - und Meinungsaustausch wurde das Phänomen des Schreibens im Mittelalter - besonders in Zisterzienserklöstern - facettenreich unter die Lupe genommen. Es ging darum, das Schaffen zisterziensischer Skriptorien des deutschen Sprachraums, insbesondere in dessen Südosten, vom 12. bis zum 16. Jahrhundert auszuloten und es unter wechselden Blickwinkeln als Paradigma mittelalterlichen Schöpfergeistes und Kulturschaffens zu bewerten.

Einen ersten Höhepunkt stellte der Festvortrag des international renommierten Kenners zisterziensischen Schrifttums Prof. Dr. Nigel. F. Palmer (Oxford) dar, der über Die Literaturgeschichte des Zisterzienserordens. Textüberlieferung und Textproduktion in den deutschsprachigen Ländern sprach.

Einen gelungenen Konnex von musikgeschichtlicher und musikwissenschaftlicher Theorie am Vormittag und umsetzungsorientierter Praxis am Abend schuf das Konzert in der Wallfahrtskirche Maria Straßengel Virginis Mariae Laudes. Gregorianische Gesänge und Orgelmusik zum Lob der Gottesmutter. Als Ausführende konnten dazu die Grazer Choralschola unter der Leitung von Franz Karl Praßl und der Organist Johann Trummer gewonnen werden.

Eine Publikation der Tagungsbeiträge in einem Sammelband ist für den Herbst 2004 geplant.

 

erstellt von Marcus Veit, GEWILAB