Beiträge zu Sport und Kultur im Altertum

Als Supplemente zur Zeitschrift erscheinen in unregelmäßigen Abständen Monographien, die sich mit der Erforschung des Sports in der Alten Welt befassen.
Eine Bestellung der Bände erfolgt direkt beim Verlag.


Band 22:
Filippo Canali De Rossi, Hippiká. Corse di cavalli e di carri in Grecia, Etruria e Roma. Volume II: Le corse al galoppo montato nell' antica Grecia.

Hildesheim 2016, X/158 Seiten
ISBN: 978-3-615-00421-2, Eur 39,80 


Der Band schließt an eine frühere Arbeit über die Wettrennen mit Viergespannen an und behandelt die Rennen mit Reitpferden bei den griechischen Wettkämpfen. Diese Sportart, die durch einige Quellen auch für das heroische Zeitalter bezeugt ist, war seit den 33. Spielen (648 v. Chr.) eine olypmische Disziplin und lebt fast unverändert bis heute fort. Die Kenntnisse über diesen besonderen Sport, die wir archäologischen (Vasenbilder, Plastik), epigraphischen (Weihinschriften der Sieger) und literarischen Quellen (poetische Beschreibung der Rennen, Vorstellung der Sieger) verdanken, sind jüngst erweitert worden durch die Entdeckung und Publikation der dem Dichter Poseidippos von Pella (Ende 4. - Mitte 3. Jh. v. Chr.) zugeschriebenen Sammlung von Epigrammen; sie enthält eine ganze Abteilung von Gedichten, die dieser Sportart gewidmet ist. Für einige dieser Texte werden neue Interpretationen geboten, und zugleich wird die gesamte Thematik neu durchdacht.


Band 21:
Andrew Farrington, Isthmionikai. A Catalogue of Isthmian Victors.

Hildesheim 2012, VIII/186 Seiten
ISBN: 978-3-615-00403-8, Eur 39,80 

Das vorliegende Buch liefert einen wichtigen Beitrag zur Geschichte und Soziologie des griechisch-römischen Sports. Es bietet ein kommentiertes Verzeichnis aller bekannten Isthmischen Sieger, von denen viele bisher noch nicht in systematischer Weise datiert worden sind. Auch periodonikai, die möglicherweise bei den Isthmischen Spielen gewonnen haben, werden datiert. Die Einleitung behandelt die mit der Datierung der Isthmischen Sieger zusammenhängenden Fragen. Sie bietet außerdem eine detaillierte und umfassende Untersuchung des Ablaufs der Spiele und seiner Entwicklung im Laufe der Zeit. Die sich wandelnde Herkunft der Isthmischen Sieger wird ebenso betrachtet wie die Rolle der Isthmischen Spiele im Kontext des griechisch-römischen Sports und seiner Veränderung während eines Jahrtausends. Andrew Farrington ist Dozent für Alte Geschichte an der Abteilung für Geschichte und Ethnologie der Demokrit-Universität von Thrakien in Komotini, Griechenland.


Band 20:
Jannis Mouratidis, On the Jump of the Ancient Pentathlon.

Hildesheim 2012, II/224 Seiten
ISBN: 978-3-615-00400-7, Eur 49,80 

Das Anliegen dieser Arbeit ist es, einige maßgebliche Aspekte des Weitsprungs neu zu beleuchten und inbesondere die Lücke zu schließen, die in der Literatur über das Thema immer deutlicher geworden ist und mit der Beschaffenheit des Weitsprungs im antiken Pentathlon zusammenhängt. Die vorliegende Studie hat kaum Gemeinsamkeiten mit früheren Theorien. Seit fast zweihundert Jahren gibt der Weitsprung im antiken Pentathlon Anlass zu Kontroversen. Die Gelehrten sind sich immerhin einig, dass das Thema kompliziert ist und eine große Zahl unbeantworteter Fragen bietet, die für das Verständnis dieser Disziplin wesentlich und wichtig sind: Welche Bedeutung soll man den angeblichen Leistungen der beiden antiken griechischen Athleten Chionis und Phayllos beimessen? Was genau war der Weitsprung im antiken Pentathlon? Wo lagen seine Wurzeln? Was und wo war das antike skamma? Was war der antike bater und wo war er platziert? Warfen die Athleten die halteres weg, kurz bevor sie im skamma landeten? Benutzten alle Athleten dieselben halteres in denselben Wettkämpfen? Wieviele Versuche durfte jeder Athlet beim Sprung machen?


Band 19:
Anke Bohne, Bilder vom Sport. Untersuchungen zur Ikonographie römischer Athleten-Darstellungen.

Hildesheim 2011, XIV/798 S. mit 87 Abb.
ISBN: 978-3-615-00392-5, Eur 98,00 

Bilder vom Sport“ - das sind 147 Beispiele von Athleten-Darstellungen in der römischen Kunst: Das Bildthema Sport - vom Einzelkampf bis zur Siegerehrung - ist in den Gattungen Wandmalerei, Stuck und Mosaik im gesamten Mittelmeerraum vertreten und über Jahrhunderte beliebt. Die Darstellungen leicht- und schwerathletischer Sportarten werden hier erstmals vollständig zusammengestellt und ikonographisch ausgewertet. Einzelne Sportarten werden genauso ausführlich besprochen wie die Realia und die mit dem Sport verbundenen Funktionäre. Die Behandlung der Darstellungskontexte rundet den auswertenden Teil ab. Basis der ikonographischen Studien ist ein ausführlicher, geographisch gegliederter Katalog. An die Angabe der technischen Daten (Fundort, Aufbewahrungsort, Maße etc.) schließt sich die Untersuchung der Einzeldarstellung an. Forschungsgeschichtliche Probleme werden hier vorgestellt und bewertet. Abgerundet wird die Behandlung des Einzelbildes durch die Beschreibung des Darstellungskontextes und die Datierung. Eine ausführliche Bibliographie schließt jeden Katalogbeitrag ab. Zwei Karten und 85 Abbildungen von bisher teilweise selten publizierten „Bildern vom Sport“ ergänzen die Untersuchung.


Band 18:
Filippo Canali De Rossi, Hippiká. Corse di cavalli e di carri in Grecia, Etruria e Roma. Le radici classiche della moderna competizione sportiva. Volume I: La gara delle quadrighe nel mondo greco.

Hildesheim 2011, VI/171 S. mit 23 Abb.
ISBN: 978-3-615-00384-0, Eur 39,80

Pferderennen waren sehr beliebt im ganzen klassischen Altertum. In dieser Studie betrachtet der Autor zunächst die Darstellungen mythischer Wagenrennen in der Ilias und anderen poetischen Texten und sammelt sodann die historischen Quellen für die Sieger im Viergespann bei den panhellenischen Agonen und kleineren Wettbewerben. Finanzielle und politische wie auch rein sportliche Faktoren begünstigten eine Reihe von prominenten Siegern. Höhepunkt dieser Reihe ist sicherlich der olympische Sieg des Alkibiades (416 v.Chr.), der sich aber nur durch den Ausschuss seiner stärksten Gegner, der Spartaner, durchsetzen konnte. Ein weiterer Aspekt ist die technische Evolution der Pferderennen.


Band 17:
Arlette Neumann-Hartmann, Epinikien und ihr Aufführungsrahmen.

Hildesheim 2009, XII/348 Seiten
ISBN: 978-3-615-00369-7, Eur 50,00

Um einen Wettkampfsieg an den panhellenischen Spielen zu feiern, konnte man im 5.Jh.v.Chr. bei Dichtern wie Pindar und Bakchylides Epinikien in Auftrag geben, die den Sieger und seinen Erfolg priesen. Setzt man sich heute mit solchen Liedern auseinander, stellt sich die Frage, wann sie im Verlauf der Siegesfeierlichkeiten am Festspielort und in der Heimat des Siegers zur Aufführung gelangten. Dieser Thematik brachte man in den letzten 20 Jahren wieder ein verstärktes Interesse entgegen, ohne sie bisher aber umfassend zu behandeln. In der vorliegenden Untersuchung, für die alle überlieferten Siegeslieder den Ausgangspunkt bilden, wird nun mit Hilfe der verschiedenen Liedelemente und weiterer Quellen zu bestimmen gesucht, wo und in welchem Rahmen Epinikien aufgeführt wurden. Die Siegeslieder werden dazu auch mit Liedern verglichen, die man in einem ähnlichen Rahmen, beispielsweise beim Gastmahl oder in einem Heiligtum, sang. So zeigt die Studie auf, was man über den Aufführungsrahmen von Epinikien in Erfahrung bringen kann, und lässt zudem erkennen, worin die Bestimmung dieser Lieder über ihre Erstaufführung hinaus lag.


Band 16:
Jan Tremel, Die Steinzeile in der Laufbahn des Stadions von Olympia.

Hildesheim 2009, X/112 Seiten mit 16 Abb.
ISBN: 978-3-615-00367-3, Eur 32,80

Den Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung bildet eine bogenförmige, quer über die Laufbahn verlegte Steinreihe im Stadion von Olympia, die der modernen Forschung seit ihrer Entdeckung in den Ausgrabungsjahren 1937/38 im Hinblick auf ihre Funktion Rätsel aufgibt. Die Arbeit unternimmt den Versuch, das Problem auf systematische Art und Weise zu lösen. Zunächst wird der archäologische Befund gezielt gemäß der Fragestellung untersucht. Neben einem Überblick über bislang aufgestellte Erklärungsversuche, die im einzelnen kritisch geprüft werden, bietet die Studie schließlich neue Lösungsergebnisse, die einerseits durch eine eingehende Analyse der Stadionarchitektur und andererseits mit Hilfe sporthistorischer Überlegungen zu den Wettkämpfen im Stadion gewonnen werden. Die Studie wird durch 16 Abbildungen ergänzt.


Band 15:
Thomas Kroppen, Mortis dolorisque contemptio. Athleten und Gladiatoren in Senecas philosophischem Konzept.

Hildesheim 2008, 138 Seiten
ISBN: 978-3-615-00343-7, Eur 29,80 

Der römische Philosoph, Staatsmann und Schriftsteller Lucius Annaeus Seneca berichtet im 1. Jahrhundert n. Chr. in seinen moralischen Briefen und seinen philosophischen Traktaten in anschaulicher Metaphorik über die wesentlichen Ideale der stoischen Doktrin. Die Leidensfähigkeit und Todesverachtung der Athleten und Gladiatoren bei den öffentlichen Massenveranstaltungen in Rom treten dabei als Paradigmen stoischer Philosophie in Bezug auf die richtige Einstellung zu Leben und Tod besonders hervor. Der Athlet bzw. Gladiator wird als Modell und Muster des bene mori nicht nur zur Metapher, sondern auch zum symbolischen Vorbild des nach Weisheit strebenden Menschen.


Band 14:
Alois Koch, Johannes Chrysostomus und seine Kenntnisse der antiken Agonistik im Spiegel der in seinen Schriften verwendeten Bilder und Vergleiche.

Hildesheim 2007, X/170 Seiten
ISBN 978-3-615-00339-0, Eur 34,80

Johannes mit dem Beinamen „Chrysostomus“ („Goldmund“), der große Prediger der Alten Kirche (349 - 407), verwendet in einer frappierenden Fülle Bilder und Vergleiche aus der antiken Agonistik. Seine detaillierten Kenntnisse des Wettkampfbetriebs basieren mit Sicherheit auf der Begegnung mit den „Olympischen Spielen“, die in Daphne, der Vorstadt von Antiochia, noch bis 520 n. Chr. stattfanden. In der vorliegenden Untersuchung wird - aufgrund einer umfangreichen Erhebung dieser Bilder und Vergleiche - der zeitgenössische Wettkampfbetrieb nachgezeichnet. Obwohl die Wettkämpfe von Chrysostomus wegen ihrer Verquickung mit dem heidnischen Kult kategorisch abgelehnt werden, dienen sie ihm in seinen Predigten als vorbildliche Beispiele für die Kämpfe der Märtyrer, aber auch für das sittliche Bemühen jedes Christen.


Band 13:
Wolfgang Decker, Praeludium Olympicum. Das Memorandum des Jahres 1835 von Innenminister Ioannis Kolettis an König Otto I. von Griechenland über ein Nationalfest mit öffentlichen Spielen nach dem Muster der antiken panhellenischen Agone.

HIldesheim 2006, IV/98 S. mit 13 s/w-Abbildungen
ISBN 3-615-00324-1, Eur 29,80

Es ist bekannt, daß der französische Baron Pierre de Coubertin das größte internationale Sportfest unserer Tage im Jahre 1894 auf einem Kongreß in Paris wiederbegründet hat. Weniger bekannt ist, daß bei dieser Neubelebung der antiken Sportfeste, die mehr als tausend Jahre Bestand hatten, die nationalen Olympien der Griechen im 19. Jahrhundert eine entscheidende Rolle gespielt haben. Fast gänzlich unbekannt ist jedoch die Tatsache, daß bereits 1835, ganz zu Anfang des modernen griechischen Staates, in einem Memorandum an König Otto I. die Einrichtung eines Nationalfestes mit sportlichem Programm nach antikem Muster vorgesehen war. Der Text enthält den ersten schriftlich fixierten Plan in der Moderne für die Gestaltung einer Festlichkeit, die bereits sein Autor, der griechische Poet Panagiotis Soutsos, „Olympische Spiele“ nannte. Das neu entdeckte Dokument wird ediert, übersetzt, kommentiert und in den Kontext seiner Zeit eingebettet sowie im Hinblick auf seine hohe Bedeutung für die Geschichte der modernen Olympischen Bewegung bewertet.


Band 12:
Nigel M. Kennell, Ephebeia. A Register of Greek Cities with Citizen Training Systems in the Hellenistic and Roman Periods.

Hildesheim 2006, XXII/178 Seiten
ISBN 3-615-00322-5, Eur 32,80

Die Epheben, die im Rahmen eines staatlichen Erziehungssystems in Gymnasien ausgebildet wurden, sind in fast 200 griechischen Städten direkt nachgewiesen. Jedoch gab es trotz der Allgegenwart und Bedeutung dieser Institution für das Studium der antiken Athletik, der Militärgeschichte, der Kultur des Gymnasion und des Selbstverständnisses der Bürger kein Werk, das die weit verstreuten epigraphischen und literarischen Quellen zur Ephebie zusammenstellte - bis jetzt. Ephebeia konzentriert sich auf staatliche Erziehungssysteme und bietet eine umfassende Materialsammlung zu den Epheben und ihren Aufgaben (Feste, sportliche Wettkämpfe, Prozessionen, Streifzüge etc.), zu den Beamten und öffentlichen Einrichtungen, die mit dieser Institution verbunden waren, sowie zu den paides und neoi, den anderen beiden Altersgruppen, die Teil staatlicher Erziehungssysteme waren. Die Belege für Epheben in dieser Sammlung reichen chronologisch vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. und geographisch vom westlichen Mittelmeerraum bis Babylonien und von der Ukraine bis Nordafrika.


Band 11:
Nigel B. Crowther, Athletika. Studies on the Olympic Games and Greek Athletics

Hildesheim 2004, XIV/534 Seiten mit 1 Frontispiz und 5 Abb.
ISBN 3-615-00311-X, Eur 78.-

Welches waren die Ideale der Olympischen Spiele der Antike? Wie qualifizierten sich die Athleten? Warum erduldeten die Zuschauer in Olympia so rauhe Bedingungen? Welche Bedeutung hatte das Heiligtum für Elis? Warum waren die Olympioniken so berühmt? Athletika wendet sich diesen und anderen interessanten Fragen zu, mit einer detaillierten Analyse der Primärquellen und der neuesten Forschung. Tiefgründig untersucht der Autor die verschiedenen Disziplinen der griechischen Wettkämpfe, das Alter der Teilnehmer, die Züchtigung der Athleten, die Bedeutung des Sieges, das Training, die Nacktheit, die Sklaven, die Zuschauer, die Gewalt, den Sinn von "fair play", die Unparteilichkeit der Organisatoren, und die städtischen Wettkämpfe. Außerdem behandelt er so unterschiedliche Themen wie die Wettkämpfe in Bodybuilding und Gewichtheben, die Haltung der Römer den Olympischen Spielen gegenüber, den Trainingsplan Ciceros, Mannschaftsspiele und ihre Bedeutung für die moderne Welt, Skandale der Antike und der Moderne, und das Vermächtnis des griechischen und römischen Sports.


Band 10:
Jan Tremel, Magica agonistica. Fluchtafeln im antiken Sport

Hildesheim 2004, 304 Seiten mit 27 Tafeln
ISBN 3-615-00294-6, Eur 39.80

Es ist bekannt, dass in der Antike alle Schichten der Bevölkerung anfällig für Zauberei, Orakel, Traumdeutung und Magie waren. Eine Reihe religionswissenschaftlicher Arbeiten hat sich intensiv mit diesen Phänomenen befasst; insbesondere die Fluchtafeln (Defixionum tabellae), zu denen inzwischen Texte von rund 1500 Exemplaren vorliegen, sind intensiv studiert worden. Diese Verwünschungen, die oft formelhaft auf kleine Bleilamellen geritzt wurden, zielten darauf ab, einer unliebsamen Person zu schaden oder eine bestimmte Situation nach Maßgabe der persönlichen Interessen zu beeinflussen, indem die in der Unterwelt wirkenden Mächte dem eigenen menschlichen Willen dienstbar gemacht wurden. Ihre Anwendung war üblich in allen offenen Konkurrenzsituationen, so etwa im Verlauf von Gerichtsprozessen, in Liebesangelegenheiten, im Handel, und bei sportlichen Wettkämpfen. Die vorliegende Abhandlung stellt 100 Fluchtafeln (mit Übersetzungen) aus dem Bereich des Sports zusammen. Zehn Tafeln beziehen sich auf die griechischen Agone im Stadion, 80 auf die Rennen im römischen Circus und zehn auf die Tierherzen (venationes) im römischen Amphitheater. Überlegungen zum antiken Sport, die aus den Verwünschungstexten abgeleitet werden können, bilden den Schwerpunkt des begleitenden Kommentars. Ausführliche Indices und 27 Abbildungen runden das Werk ab.


Band 9:
Barbara Rieger, Von der Linie (gramme) zur Hysplex. Startvorrichtungen in den panhellenischen Stadien Griechenlands

Hildesheim 2004, IV/488 Seiten mit 118 Abb. Leinen
ISBN 3-615-00292-X, Eur 98.-

Im Wettkampfgeschehen der griechischen Antike zählte der Lauf zu einer der ältesten Disziplinen. Dabei schenkte man dem Startvorgang der Wettläufe besondere Aufmerksamkeit, um für alle Athleten Chancengleichheit zu garantieren. Anfangs wurde der Ort des Starts mit einer einfachen, in den Sand gezogenen Linie (grammé) markiert. Ab dem 6. Jh. v. Chr. kamen Startblöcke in Gebrauch, die die Fußstellung der Läufer reglementierten. Diese Startblöcke bestanden aus Steinquadern, in deren Oberfläche Rillen für die Verankerung der Füße eingearbeitet waren. Anhand dieser Einlassungen kann die baugeschichtliche Entwicklung antiker Startblöcke nachgezeichnet werden, deren Endpunkt ihre Integration in einen Startmechanismus (Hysplex) bildet. Mit diesem wurde seit hellenistischer Zeit anstatt der Fußstellung der Läufer die Startzeit der Wettläufe normiert.


Band 8:
Wolfgang Decker/Frank Förster, Annotierte Bibliographie zum Sport im Alten Ägypten II: 1987-2000

Hildesheim 2002, 308 Seiten
ISBN 3-615-10013-1, Eur 51.-

Die Erforschung des Sports der pharaonischen Epoche des ägyptischen Niltales hat in den letzten drei Jahrzehnten einen starken Aufschwung genommen, wovon die vorliegende kommentierte Bibliographie beredtes Zeugnis ablegt. Sie übertrifft ihren Vorgänger aus dem Jahre 1978, in dem die gesamte einschlägige Literatur vom Beginn der Ägyptologie an (1822) zusammengestellt ist, mit 1507 Titeln um mehr als das Doppelte. Schwerpunkte der Systematik sind allgemeine Hilfsmittel, Gesamtdarstellungen, der Sport der Könige, die einzelnen Disziplinen (wie Lauf, Bogenschießen, Kampfsport, Wagenfahren, Wassersport, Spiele, Akrobatik, Tanz, Jagd u.a.) sowie verschiedene Aspekte der altägyptischen Sportkultur. Neu hinzugekommen sind diesmal die im Berichtszeitraum erschienenen Publikationen von Gräbern und Tempeln mit sportlichen Motiven sowie Arbeiten zum Sport der Nachbarkulturen (besonders Alter Orient, Ägäisraum). Ausführliche Indices (u.a. Autoren, Personen, Orte, Sachen, Wörter) runden das Werk ab.
Hiermit verfügt innerhalb der gesamten Sportgeschichte nur das Alte Ägypten über ein bibliographisches Hilfsmittel dieser Art.


Band 7:
Fernando García Romero, El deporte en los proverbios griegos antiguos

Hildesheim 2002, XVI/170 Seiten
ISBN 3-615-10011-5, Eur 36.00

In diesem Werk werden mehr als 80 Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten, die sich auf den Sport beziehen, gesammelt und untersucht; ihr Gebrauch spiegelt die Bedeutung des Sports in der griechischen Welt der Antike. Die analysierten Texte, die zahlreiche Text- und Interpretationsprobleme aufwerfen, liefern uns interessante Informationen über viele Aspekte des antiken Sports: über die Regeln und Techniken der Wettkämpfe, die Geschichte, Organisation und den Ablauf der Spiele, ihre sozio-ökonomische und kulturelle Bedeutung, über die Welt der Athleten und ihr Ansehen in der Bevölkerung usw. Der Wert der untersuchten Texte ist in den Fällen besonders hoch, wo es sich um die einzige Quelle für eine bestimmte Information handelt.


Band 6:
Hugh M. Lee, The Program and Schedule of the Ancient Olympic Games

Hildesheim 2001, VIII/122 Seiten
ISBN 3-615-00235-0, Eur 22.80

Obwohl die einzelnen Programmpunkte der antiken Olympischen Spiele bekannt sind, herrscht keine Einigkeit über die Reihenfolge, in der sie abgehalten wurden. Seit zweihundert Jahren haben Forscher einander widersprechende Fassungen des Olympischen Zeitplans vorgelegt.
Diese Studie, die auf die Originalquellen zurückgreift und die neuesten Forschungsergebnisse über die antiken Wettkämpfe berücksichtigt, rekonstruiert nicht nur den im Jahre 468 v.Chr. eingeführten fünftägigen Ablauf der Spiele, sondern auch die Entwicklung des Programms und des Ablaufs durch die Jahrhunderte, beginnend mit den ersten Spielen 776 v.Chr. Die einschlägigen antiken griechischen und lateinischen Texte werden zitiert und übersetzt. Eine genaue Quellenanalyse läßt erkennen, daß es keine besondere Zeremonie der Siegerehrung am Schluß der Spiele gegeben hat. Die Sieger erhielten vielmehr ihre Olivenzweige nach dem Abschluß jedes einzelnen Programmpunktes.
Der Verfasser gibt einen kritischen Überblick über die frühere Forschung, einschließlich aller früher vorgeschlagenen Zeitpläne, und legt eine vergleichende Tabelle zur Verdeutlichung dieser Rekonstruktionen vor.


Band 5:
Michael Herb, Der Wettkampf in den Marschen

Hildesheim 2001, X/504 Seiten mit zahlr. Abb., Leinen
ISBN 3-615-00226-1, DM   128.00, Eur   65.45

Eine der grundlegenden Vorraussetzungen für die Ausbildung und das Fortbestehen der Altägyptischen Hochkultur lag in der umfassenden Ausbeutung und Nutzung der Flußlandschaft, die in antiker wie in heutiger Zeit in eine aride bis hyperaride Umgebung eingebettet war. Hierbei bildete der Zugriff des Menschen auf die regional begrenzten, für das Land aber dennoch charakteristischen Brackwasser- und Dauersumpfgebiete, die sich an den Rändern der Flußoase erstreckten, einen tragenden Pfeiler des ökonomischen Systems, auf dem die Hochkultur basierte. Die Untersuchungen beschäftigen sich mit den Geschehnissen, die sich vor etwa 4500 Jahren im engen Einzugsgebiet solcher Dauersümpfe oder Marschen zugetragen haben. Im besonderen geht es um ein festliches Ereignis, das mit den hier absolvierten Arbeitsprozessen eng verbunden ist: den Wettkampf in den Marschen. Seine Existenz läßt erkennen, daß das ökonomische System die involvierten Arbeitskräfte nicht nur in überaus hohem Maße für sich in Anspruch nimmt, sondern ihnen auch einen nichtökonomisch motivierten, d.h. sportlichen Ausgleich anbietet. Mit ihrem Wettkampf feierten die Marschenarbeiter den erfolgreichen Abschluß ihrer Tätigkeiten, die sie für Wochen, vielleicht gar für Monate in die unwirtlichen Regionen fernab ihrer Heimat geführt hatten.


Band 4:
David H.J. Larmour, Stage and Stadium

Hildesheim 1999, X/227 Seiten
ISBN 3-615-00209-1, DM   78.00
Cover Beiheft 4


Dieses Buch ist eine Studie über die Beziehung zwischen dem griechischen Sport und dem griechischen Drama. Der Autor geht von der These aus, daß diese beiden Phänomene griechischer Kultur enger miteinander verknüpft sind als bislang angenommen; und er zeigt, daß jedes von beiden ein bezeichnendes Licht auf das andere wirft.


Band 3:
Olaf Grodde, Sport bei Quintilian

Hildesheim 1997, IV/103 Seiten mit 4 Abbildungen
ISBN 3-615-00189-3, DM   39.80
Cover Beiheft 3


Sport als Selbstzweck hält Quintilian für überflüssig, er unterstützt aber einen Gesundheitssport, der zum Zweck optimaler Erfüllung und Erhaltung rednerischer Kompetenzen dient. So wird bereits das kindliche Spiel nur als didaktisch geschicktes Mittel zur Förderung der Lernmotivation beschrieben.


Band 2:
Martin Reis, Sport bei Horaz

Hildesheim 1994, VI/120 Seiten
ISBN 3-615-00136-5, DM   49.80
Cover Beiheft 2


"Sport bei Horaz" untersucht, in welcher Absicht und auf welche Weise Horaz in den verschiedenen Perioden und Gattungen seines dichterischen Schaffens Bezug auf den Bereich des Sports bzw. einzelne Disziplinen nimmt, welchen Stellenwerk diese im jeweiligen Kontext besitzen und welche grundsätzliche Einstellung des Dichters zum Sport sich daraus ableiten läßt.


Band 1:
Heidi Linden, Das Ballspiel in Kult und Mythologie der mesoamerikanischen Völker

Hildesheim 1993, VI/138 Seiten mit 78 Abbildungen
ISBN 3-615-00067-5, DM   58.--
Cover Beiheft 1


Das Spiel mit einem hochelastischen Naturkautschukball muß für die mesoamerikanischen Völker von unbeschreiblicher Faszination gewesen sein. Sie erhoben es zu einem zentralen Thema ihrer Ikonographie und ihrer Mythen. Mit der chronologischen Dokumentation verschiedener Kulthandlungen gibt die Autorin auf eindrucksvolle Weise einen Einblick in die mesoamerikanische Denkweise der Vergangenheit.