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In Neukirchen bei Lambach als Schulmeisterkind 1723 geboren, tritt Lindemayr nach seiner Gymnasialzeit bei den Linzer Jesuiten 1744 in das Benediktinerstift Lambach ein, legt drei Jahre später als erster unter dem neu gewählten Abt Amand Schickmayr die Profess ab und wird nach Theologiestudien in Salzburg 1749 zum Priester geweiht. In seinem ersten Seelsorgeramt im Vikariat Aichkirchen, das mit der prekären Aufgabe der Missionierung protestantischer Bevölkerungsteile verbunden war, vermag er sich so zu bewähren, dass er schon 1754 als Prior und Novizenmeister in das Stift zurückberufen wird. Als jedoch die Seelsorgerstelle in seinem Heimatdorf 1759 vakant wird, lässt er sich dorthin versetzen und bleibt bis zu seinem Tod 1783 Pfarrer von Neukirchen. Neben seinem dramatischen und lyrischen Schaffen war Lindemayr auch als Autor und Übersetzer von Predigten, Verfasser von kanzelrhetorischen und theologischen Traktaten sowie Schriften religiösen Inhalts tätig, die sämtlich bis auf die in Lambach als Autograph erhaltene Auslegung des Propheten Isaias gedruckt wurden. Von seinen Theaterwerken wurden lediglich der (für den Aufenthalt der Dauphine und späteren Königin von Frankreich, Marie Antoinette, 1770 entstandene) Kurzweilige Hochzeits-Vertrag und Die Komödieprob (aufgeführt anlässlich des 30-jährigen Amtsjubiläums des Abtes 1776) zu Lindemayrs Lebzeiten durch den Druck bekannt. Aufführungen seiner gern gesehenen dramatischen Werke sind für Lambach, Kremsmünster, Seitenstetten, Freistadt und Wilten bezeugt; zweimal (1765, 1770) sind dabei auch repräsentative Mitglieder des kaiserlichen Hofs anwesend.
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