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Social Sound Fetish
Ein Netz-Projekt zur Wahrnehmung der sozialen Positionierung über Sound.
Physikalisch ist Sound Erregung, die physiologisch mit Erregtheit/Bewegtheit einhergeht – aus der Allgemeingültigkeit dieser Koppelung erklärt sich sein basal signalhaft kommunikatorischer Wert, der ihn in soziales Geschehen einbindet, der ihn zum essentiellen Teil von sozialen/politischen Bewegungen machen kann – selbst als social sign ist Sound gerade in der Alltagskultur nicht vom Signalcharakter gelöst. Am Sound vollzieht sich letztlich ein soziales, politisches als emotionales Konzept.
Menschen wählen Sounds aus, durch die sie sich als Individuum im sozialen Kontext repräsentiert fühlen. Über Portale und Windows haben diese Partizipienten sinnlich erfahrbaren Zugang, auditiven „Einblick“, in die Mutation ihres Sounds durch die Kommunikation mit anderen. Beschreibt Adorno Polyphonie als die Objektivation des „Wir“, so könnte man systemisches musikalisches/klangliches Geschehen als die Objektivation multipler Interaktionen in dynamischen Systemen erachten...... kommunikationsbasierte net-art-projects wurden nach diesem „musikalischen Denken“ mit künstlich intelligenten Programmen realisiert.
Zusätzlich zur steten Präsenz im net findet vom 13. bis 15. Mai 2003 eine „Auskoppelung“ des klanglichen Geschehens im Rahmen von CUBE statt – dieses klangliche Geschehen „indiziert“ dabei das vorrangig emotional bestimmte Geschehen in sozialen Räumen – ein emotionales soziales Konzept wird „im-mediated“ erfahrbar gemacht, abseits der Vermittlung durch Sprache oder der gängigen visuellen ikonischen Darstellungsformen der Wissenschaft als klanglicher Teil eines liquiden systemischen Verhaltens.
Dieser diskursive Aspekt gerade des Paradigmas von Pop-Kultur wird durch die Vernetzung von social sound fetish mit Einrichtungen für Medienkunst sowie Instituten innerhalb und außerhalb von Universitäten weitergeführt, die soziales Geschehen als emotional bestimmtes thematisieren. Idee und Konzeption: Werner Jauk Ein Projekt von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz. |