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SÜDOSTEUROPA, 48. Jg., 7-8/1999

Ulf Brunnbauer *

Die vergessenen Albaner Serbiens

Zur Lage der ethnischen Albaner in Südserbien außerhalb des Kosovo **

1. Einleitung

Bei der Schaffung des zweiten Jugoslawiens 1945 wurden einige mehrheitlich albanisch besiedelte Gemeinden im Osten der historischen Region Kosovo nicht in die neugeschaffene Provinz Kosovo eingegliedert, sondern verblieben in der Republik Serbien unter direkter Jurisdiktion Belgrads. Kulturell und ökonomisch sind die südserbischen Albaner kaum von den kosovarischen zu unterscheiden, vor allem weil aufgrund der kompakten Siedlungsweise und der unmittelbaren Nachbarschaft zum Kosovo kaum eine Assimilation in die serbische Mehrheitsbevölkerung stattgefunden hat. Sie sprechen dieselbe Variante des Albanischen und haben auch vielfach Verwandtschaftsbeziehungen in das Kosovo. Die politische Entwicklung der beiden albanischen Regionen und die Strategien der jeweiligen albanischen Parteien unterschieden sich allerdings, obwohl es enge politische und private Kontakte gab.

Die überwiegende Mehrheit der Albaner Südserbiens lebt in den Gemeinden Preševo (albanisch: Preshevë), Bujanovac (albanisch: Bujanovc) und Medvedja (albanisch: Medvegjë). Das demographische Verhältnis zwischen albanischer und nicht-albanischer Bevölkerung ist in den drei Gemeinden, die jeweils einen kleinstädtischen Hauptort und mehrere Dörfer umfassen, unterschiedlich. Nach den Ergebnissen der jugoslawischen Volkszählung von 1991 1 lebten in Preševo 34.992 ethnische Albaner bei einer Gesamtbevölkerung der Gemeinde von 38.943 (d.h. der albanische Bevölkerungsanteil betrug 90 Prozent); in Bujanovac waren von der Gesamtbevölkerung von 49.238 Einwohnern 29.588 Albaner und 14.704 Serben und Montenegriner (d.h. rund 60-prozentiger albanischer Bevölkerungsanteil); in Medvedja schließlich lebten 3.832 Albaner und 8.194 Serben sowie 1011 Montenegriner (albanischer Bevölkerungsanteil von knapp unter 30 Prozent). Albanische Quellen sprechen aber durchwegs von einer albanischen Bevölkerung von rund 100.000 und von einem dementsprechend größeren albanischen Bevölkerungsanteil. 2 Es handelt sich also bei diesem albanischen Siedlungsgebiet - insbesondere bei dessen südlichen Teil an der jugoslawisch-makedonischen Grenze (Preševo, Bujanovac) - faktisch um eine Vollenklave. In Preševo und Bujanovac ist die serbische Bevölkerung weitgehend auf die Hauptorte beschränkt, während die meisten Dörfer der Gemeinden nahezu ausschließlich von Albanern bewohnt sind.

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* Dr. Ulf Brunnbauer, Universität Graz, Abteilung für Südosteuropäische Geschichte; Center for the Study of Balkan Societies and Cultures, Graz.

** Dieser Aufsatz beruht auf einem Gutachten, das der Verfasser im Rahmen eines Asylberufungsverfahrens für den "Unabhängigen Bundesasylsenat", der Berufungsbehörde bei Asylverfahren in Österreich, im Juni 1999 angefertigt hat. Für ihre nützlichen Hinweise dankt der Verfasser: Stefan Troebst, Wolfgang Plarre, Suzanne Auer (Schweizerische Flüchtlingshilfe), Bettina Scholdan (Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation/ACCORD) und seinen Kollegen Karl Kaser und Christian Promitzer.

1Diese Zahlen beruhen allerdings auf Schätzungen und Fortschreibungen seitens der serbischen statistischen Behörden, da die albanische Bevölkerung des Kosovo und auch der Gemeinden Preševo und Bujanovac diese Volkszählung boykottierte. Vgl.: Stanovništvo prema nacionalnoj pripadnosti po popisu 1991 [Die Bevölkerung nach nationaler Zugehörigkeit gemäß der Volkszählung von 1991], <http://www.srbisvet.org.yu/www/brojke/tabele/t3-2.htm>, 18.01.1997.
Zu den Ergebnissen der jugoslawischen Volkszählung von 1981, an der auch die Albaner teilgenommen haben, vgl. Anm. 22.
2The Albanians in Presheva, Bujanovc and Medvegja - a Community Discriminated Against, <http://web.eunet.ch/government/PREVIDENCE.html> [Information der inoffiziellen Regierung des Kosovo], S. 2. Vgl. Dalipi, Tahir: Preshevo Region. In: Eurobalkans, No. 33, Winter 1998/99; <http://www.eurobalkans.co.yu/3310.htm>, 01.03.1999.

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Versuche der Albaner dieser Gemeinden in den sechziger und siebziger Jahren - z.B. durch ein laut mündlichen Auskünften 1968 angestrebtes Referendum - die Eingliederung in die Autonome Provinz (AP) Kosovo und Metohija zu erreichen, waren erfolglos; sie verblieben unter direkter serbischer Kontrolle. Damit galten für ihr Gebiet nicht die weitgehenden Autonomierechte des Kosovo, wie sie der Provinz durch die jugoslawische Verfassung von 1974 garantiert wurden. Vielmehr kamen die serbische Verfassung und die serbischen Gesetze zur Anwendung. Die ethnischen Albaner dieser Gemeinden hatten daher keinerlei Sonderstatus, sondern wurden wie andere Minderheitenangehörige in der Republik Serbien behandelt.

Nach der gültigen serbischen Verfassung (Artikel 8) haben die nationalen Minderheiten das Recht, ihre eigene Sprache und ihr eigenes Alphabet zu benutzen, wobei die jeweiligen Gesetze Genaueres zu regeln haben. Artikel 32 garantiert den Angehörigen der nationalen Minderheiten das Recht auf Erziehung in ihrer Muttersprache. Durch die Verfassung und entsprechende Gesetze sind auch verschiedene Möglichkeiten der eigenständigen politischen und kulturellen Betätigung sowie das Recht der Herausgabe muttersprachlicher Medien und Literatur und der Verwendung der eigenen nationalen Symbole garantiert. Inwieweit diese Rechte auch in Anspruch genommen werden können, wird weiter unten erläutert.

Die folgende Darstellung der Entwicklung der Menschen- und Minderheitenrechtssituation in den albanisch besiedelten Gebieten Südserbiens beruht großteils auf einschlägigen albanischen Quellen, da sich nur wenige andere Informationen finden ließen. Diesbezüglich bleibt anzumerken: auch wenn Institutionen wie z.B. die des Council for the Defence of Human Rights and Freedom in Priština als seriös gelten, ist dennoch zu beachten, daß solchen Organisationen nicht der gleiche Grad an Objektivität zukommen kann wie etwa internationalen Menschenrechtsorganisationen, die Informationen entweder selbst gewinnen oder, sollten sie aus zweiter Hand stammen, sorgfältig überprüfen. Eine weitere Quelle waren Berichte von Journalisten, wobei vor allem auf das angesehene alternative Nachrichtennetzwerk Alternativna Informativna Mreža (AIM) zurückgegriffen wurde. Die Journalisten dieses Netzwerkes zeichnen sich durch ihren anti-nationalistischen Standpunkt aus und lassen sich auch von ihrer eigenen Ethnie nicht instrumentalisieren. Internationale Menschenrechtsorganisationen scheinen sich mit der Problematik der südserbischen Albaner nicht oder nur sehr wenig auseinandergesetzt zu haben. Weder enthalten einschlägige Jahresberichte Informationen, noch waren Anfragen des Autors an Amnesty International (AI), International Helsinki Federation (IHF) sowie an die nationalen Helsinki-Komitees in Montenegro, Albanien, Makedonien und Griechenland erfolgreich. Auch an die Organisation "Schweizerische Flüchtlingshilfe" erging eine Anfrage. Mit serbischen bzw. albanischen Menschenrechtsorganisationen in Serbien und dem Kosovo konnte aufgrund des Krieges kein Kontakt hergestellt werden.

Für die Situation nach dem Beginn der ethnischen Säuberungen im Kosovo sowie der NATO-Bombardements gibt es auch Berichte von UNHCR und anderen Organisationen sowie internationalen Medien.

2. Die Entwicklung bis Februar 1998

Albanische Menschenrechtsorganisationen und politische Vertreter der albanischen Minderheit des engeren Serbiens haben in zahlreichen Berichten Menschenrechtsverletzungen auch an den südserbischen Albanern beklagt. Die Situation in den Gemeinden Preševo, Bujanovac und Medvedja unterschied sich aber dennoch grundlegend von der im Kosovo. Die Jahre 1989 und 1990 bedeuteten für diese Gemeinden nicht denselben Einschnitt wie für die AP Kosovo, da sie von der faktischen Aufhebung des Autonomiestatus der AP zumindest nicht direkt betroffen waren. Betroffen war die Region von den politischen Entwicklungen in Jugoslawien Ende der Achtziger /Anfang der neunziger Jahre aber insofern, als das Ende der kommunistischen Einparteienherrschaft in Jugoslawien und die beginnende politische Pluralisierung die Möglichkeit der Gründung neuer Parteien boten, wovon auch die Albaner Südserbiens Gebrauch machten. Im Unterschied zu den großen politischen Gruppierungen der Albaner des Kosovo versuchten die albanischen Parteien Südserbiens durch ihre Mitwirkung in den staatlichen Institutionen die Lage der albanischen Minderheit zu verbessern. Es kam weder zum Aufbau einer separaten politischen, quasistaatlichen Struktur noch zur Schaffung eines parallelen Schul- und Gesundheitswesens, wie es im Kosovo der Fall war. Die albanischen Parteien Südserbiens nahmen an Parlaments- und Kommunalwahlen in Serbien teil - nicht allerdings an den Wahlen zum Föderationsparlament 1996, da sie die Legitimität der serbisch-montenegrinischen Föderation als Rechtsnachfolgerin des ehemaligen Gesamt-Jugoslawiens nicht anerkennen wollten. 3

Als erste albanische Partei Südserbiens wurde 1990 die Partei der Demokratischen Aktion (alb. Abk. PVD, serb. Abk. PDD) gegründet, die auch zur größten albanischen Partei der Region werden konnte. Weitere albanische Parteien waren die Demokratische Partei der Albaner (alb. Abk. DPSh, serb. Abk. DPA) und die Parlamentarische Partei (PP). Die programmatischen Unterschiede zwischen diesen Parteien waren gering. Alle drei zielten primär auf die Verbesserung der rechtlichen und ökonomischen Situation der Albaner Preševos, Bujanovacs und Medvedjas. Bei den Kommunalwahlen 1992 gewannen die albanischen Parteien die Mehrheit im Gemeinderat von Preševo (in Preševo wurde 1992 die Kommunalwahl von der Sozialistischen Partei Serbiens boykottiert). Riza Halimi von der PVD wurde Vorsitzender des Gemeinderates. Bei den Kommunalwahlen vom November 1996 konnte die PVD ihren Erfolg wiederholen (14 Sitze im Gemeinderat Preševos für die PVD, vier für die PP, drei für die DPSh, und vier für die Sozialistische Partei Serbiens). 4 Riza Halimi wurde Bürgermeister Preševos. Bei den Wahlen zum serbischen Parlament vom September 1997 bildeten PVD und DPSh eine Koalition und konnten einen Parlamentssitz gewinnen.

Eines der wichtigsten Ziele der albanischen Parteien Südserbiens ist die Erlangung einer "politisch-territorialen Autonomie" mit der Option, sich dem Kosovo anzuschließen. Bei einem am 1. und 2. März 1992 abgehaltenen Referendum stimmte die überwältigende Mehrheit der albanischen Bevölkerung Südserbiens für diese Forderung. Der inoffizielle Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, ventilierte in einem Interview, das er 1994 einer kosovo-albanischen Zeitung gegeben hat, sogar die Idee des Tausches der albanisch besiedelten Gemeinden Südserbiens gegen mehrheitlich von Serben bewohnte Gemeinden im äußersten Norden des Kosovo (Leposavic und Zubin-Potok). 5 Diese Idee wurde aber später weder von Rugova noch von anderen politischen Kräften weiterverfolgt. Die Führung der albanischen Parteien legte in den letzten Jahren, da der Wunsch nach einer Angliederung an das Kosovo völlig unrealistisch schien, den politischen Schwerpunkt auf die Gewinnung von "politischer und territorialer" Autonomie innerhalb Serbiens, und nicht auf den Anschluß an das Kosovo. 6 Unter Autonomie wurde eine funktionierende kommunale Selbstverwaltung, eigene Polizeieinheiten, Gebrauch der albanischen Sprache auch vor den zentralstaatlichen Behörden, verstärkte Kompetenzen der Gemeinden in Wirtschaftsangelegenheiten, verbesserte Gesundheits- und Bildungseinrichtungen usw. verstanden. 7

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3 Ostanak u Srbiji - zavisi od Srbije [Der Verbleib in Serbien hängt von Serbien ab (Interview mit Riza Halimi)]. AIM Priština, 24.07.1994. Abazi, Besim: Bojkot saveznih izbora [Der Boykott der Wahlen zum Bundesparlament]. AIM Priština, 07.10. 1996.
4 Kosova Information Center: Kosovo Daily Report, No. 1003, 04.11.1996.
5 Shala, Blerim: Kosova cannot be divided. In: Zeri Digest, No. 1686,12.12.1998.
6RFE/RE Daily Report, 10. 12.1993.
7 Vgl.: Autonomy of the Albanians in Presheva, Bujanovc and Medvegja. Document of the Party for Democratic Action Convention, <http://lweb.eunet.ch/government/PRDOC.html>, 16.09.1995.
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Doch obwohl die kosovarischen und die südserbischen albanischen politischen Parteien divergierende politische Wege gingen, gab es sehr enge Kontakte zwischen ihnen; die Parteien der Albaner Südserbiens genossen die Unterstützung von jeweils unterschiedlichen albanischen Parteien im Kosovo. 8 Vertreter der Albaner Südserbiens nahmen an Parteitagen der Parteien der Kosovo-Albaner teil. Zwischen Ibrahim Rugova und Riza Halimi gab es auch persönliche Kontakte. 9

Die Partizipation am politischen Leben Serbiens bedeutete aber nicht, daß die albanischen Parteien nicht regelmäßig auf Behinderungen ihrer Tätigkeit und auf Einschränkungen der politischen Rechte der Albaner Südserbiens aufmerksam machten. Vor allem die Versuche der Zentralgewalt in Belgrad, die kommunale Selbstverwaltung in Preševo einzuschränken, wurden kritisiert. Der von Belgrad ernannte Gouvemeur des Bezirkes Pšinjski, zu dem Preševo gehört, griff in viele Angelegenheiten, die eigentlich kommunale waren, ein, obwohl er damit gegen die serbische Verfassung verstieß. Aufgrund dieser Eingriffe konnten die von Albanern kontrollierten Gemeindeorgane Preševos nicht die ihnen gesetzlich zustehenden Kompetenzen voll ausüben. Eine solche Politik des serbischen Regimes war aber keineswegs auf Gemeinden mit einer nicht-serbischen Mehrheitsbevölkerung beschränkt; vielmehr versuchte die regierende Sozialistische Partei Serbiens auch in anderen nicht von ihr, sondern von Oppositionsparteien dominierten Kommunen über die unter ihrer Kontrolle stehenden zentralen Institutionen die kommunale Selbstverwaltung zu behindern. Allerdings scheint es plausibel, daß nicht-serbische, insbesondere albanische Kommunen besonders stark von dieser Obstruktionspolitik betroffen waren.

Aspekte ethnischer Diskriminierung wies auch das Wahlsystem auf, das erlaubte, daß z.B. in der Gemeinde Bujanovac in serbischen Orten 150-200 Stimmen zur Wahl eines Gemeinderates ausreichten, in albanischen Ortschaften aber 600-1500 notwendig waren. Im Ergebnis stellten albanische Parteien in der Gemeindeversammlung von Bujanovac weniger als 30 Prozent der Vertreter, obwohl Albaner mindestens 60 Prozent der Gesamtbevölkerung der Gemeinde ausmachten. 10 Somit konnten die Albaner in Bujanovac nicht von der lokalen Selbstverwaltung profitieren. Bei den Parlamentswahlen von 1997 gab es seitens der albanischen Parteien auch den Vorwurf des Wahlbetrugs - das Wählerverzeichnis von Bujanovac soll für den zweiten Durchgang der Parlamentswahlen um 5.000 fiktive serbische Wahlberechtigte angeschwollen sein -, weshalb kein, wie es die Wahlarithmetik und die ethnische Zusammensetzung des Wahlkreises nahelegten, weiterer Vertreter der albanischen Minderheit in Südserbien in das serbische Parlament gewählt wurde, sondern ein ethnischer Serbe. 11

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8 Abazi, Besim: Who is supported by whom? AIM Priština, 06.11.1996.
9Vgl. Kosova Communication, No. 252, 12.02.1996; <http://zeus.hri.org/news/balkans/koscom/96-01-12.koscom.html>.
10 The Albanians in Presheva, Bujanovc and Medvegja (Anm. 2); Dalipi (Anm.2).
11 Mi, Albanci u Srbiji [Wir, Albaner in Serbien].ln: Intervju, No. 392, 04.10.1996, S. 9, 10 (Interview mit Riza Halimi, Vorsitzender der Partei der Demokratischen Aktion, PVD, in Preševo und Bürgermeister der Stadt, sowie mit Behljul", Abgeordneter der PVD zum Serbischen Parlament).
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Albanische Organisationen berichteten darüber hinaus regelmäßig von Menschenrechtsverletzungen gegenüber Angehörigen der albanischen Minderheit. Davon waren auch politische Repräsentanten der Minderheit betroffen. 1995 wurde z.B. Xhevat Fazliu, ein Mitglied des Exekutivrates der DPSh in Preševo und Dorfvorsteher in Mirotac, aufgrund des Vorwurfs, Albanern Dokumente ausgestellt zu haben, die ihre Volksgruppenzugehörigkeit bestätigen sollten, festgenommen. 12 Auch Intellektuelle (Journalisten, Lehrer), die sich kritisch über die politischen Zustände in Serbien und die Diskriminierung der Albaner äußerten, sahen sich Einschüchterungen oder Mißhandlungen ausgesetzt. Als Vorwand dienten dabei oft (vergebliche) Waffensuchen bzw. Einladungen zu "Informationsgesprächen" - eine Praxis, die auch aus dem Kosovo bekannt war. Aufgrund der serbischen Dominanz auch im lokalen Gerichtssystem - z.B. im Bezirksgericht in Bujanovac - wurde von Seiten der albanischen Bevölkerung die Fairneß von Gerichtsverfahren angezweifelt.

Von den albanischen Organisationen wurde besonders beklagt, daß die in der Verfassung und den Gesetzen Serbiens und Jugoslawiens garantierten Minderheitenrechte von den zentralen Institutionen Serbiens und ihren lokalen Vertretern nicht geachtet wurden. Diese Einschätzung teilten führende intemationale Menschenrechtsorganisationen auch für ganz Serbien. So steht z.B. im Jahresbericht von IHF über Jugoslawien für das Jahr 1997:

"Legal Provisions in the FRY generally provided for sufficient formal protection of minorities. However, these provisions were not implemented, due to either a lack of political will or funding. For example, it became increasingly difficult to institute new classes for minority-language education in primary and secondary level outside the principal minority areas, and school books in minority languages had not been published for years for secondary level. The rights of national minorities to use their language in courts, to have documents issued in their language, and to have names of streets, public places and administrational bodies shown in minority languages in multilingual municipalities were no longer always implemented, although these rights were guaranteed by the law. [... ] The curricula in some elementary and secondary schools falsified information concerning history, geography and culture and spread hatred and intolerance towards non-Serbs." 13

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12 Human Rights Council (Prishtina): Report No. 280, 17.-24.12.1995.
13 IHF Annual Report 1998 on Yugoslavia, <http://lwww.ihf-hrorg/reports/ar98/ar98yug.htm>, 23.10.1998.
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Der Generalsekretär der Demokratischen Partei der Albaner (Preševo), Tahir Dalipi, führte z.B. an, in den letzten Jahren seien auf Veranlassung der zentralen Belgrader Bildungsbehörden in der Region Preševo nichtkonforme Lehrer entlassen worden. Und weiters: "The state decreed school syllabus in history, literature, arts and music shows only token respect for Albanian history and spiritual attainment." 14 Auch andere albanische Politiker Preševos, wie z.B. Riza Halimi, monierten die von positiven Einstellungen gegenüber der albanischen Kultur und Geschichte 'gesäuberten' Lehrpläne. 15 Als weitere Diskriminierungen im Bildungswesen wurden von den politischen Vertretern der Albaner Südserbiens vorgebracht: fehlende adäquate albanischsprachige Schulbücher, 'Bereinigung' der Bestände albanischer Bibliotheken durch die serbischen Behörden, unzureichende Anzahl albanischsprachiger Klassen, generell schlechte Unterrichtsbedingungen, fehlende öffentliche Mittel für Schulneubau in den albanisch besiedelten Gemeinden, Schließung des albanischsprachigen Gymnasiums in Bujanovac, keine Stipendien für albanische Studenten, die an den Universitäten Priština, Tirana oder Skopje studieren wollten. 16 Besonders umstritten war die Schließung des Gymnasiums in Bujanovac, da es damit vielen albanischen Schülern der Gemeinde unmöglich gemacht wurde, nach der Grundschule weiterhin Unterricht auf Albanisch zu erhalten. Im März 1997 unterschrieben circa 3.500 Albaner von Bujanovac eine an die serbischen Behörden gerichtete Petition zur Wiedereröffnung der Schule. Über 100 Vertreter der lokalen albanischen Intelligenz richteten dieselbe Forderung an den serbischen Erziehungsminister. 17 Die Bemühungen blieben allerdings vergeblich; die Schule wurde nicht wieder eröffnet, vielmehr wurde das Schulgebäude von der Armee genutzt. In Medvedja gab es - mangels einer albanischen Sekundarschule - überhaupt keine Möglichkeit für die albanischen Schüler, über den Besuch der Grundschule hinaus albanischsprachigen Unterricht zu genießen.

Als wesentlicher Unterschied zur Situation im Kosovo ist allerdings festzuhalten, daß es in den Schulen der albanisch besiedelten Gemeinden Südserbiens Unterricht auf albanisch durch albanische Lehrkräfte gegeben hat. In Schulen, in denen der Unterricht ausschließlich auf albanisch abgehalten wurde, waren die Schuldirektoren ethnische Albaner, in gemischt albanischserbischen (wovon es in Preševo eine gab) ethnische Serben. 18 In diesen gemischt ethnischen Schulen wurden die Klassen für albanische und serbische Schüler getrennt geführt. Aufgrund der Möglichkeit, im offiziellen Bildungswesen albanischsprachigen Unterricht zu erhalten, kam es zu keiner Entwicklung eines parallelen Schulwesens wie im Kosovo. Die Lehrpläne wurden allerdings von den zentralen Instanzen in Belgrad vorgegeben.

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14Vgl. Dalipi (Anm.2).
15 Abazi (Anrn.3).
16 'Me Albanians in Presheva, Bujanovc and Medvegja (Anm.3).
17 Kosova Information Center: Daily Report, No. 1093, 12.03.1997.
18 Mi, Albanci u Srbiji (Anm. 1 1), S. 9.
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Neben Problemen im Bildungsbereich beklagten die Repräsentanten der Albaner in Preševo weitere kulturelle Diskriminierungen. So sei ihrem Kulturzentrum keine Radiofrequenz zugeteilt worden, obwohl geplant war, sowohl auf albanisch als auch auf serbisch zu senden. Das serbische Kulturzentrum in Bujanovac hingegen hatte eine Frequenz bekommen, obwohl es nur serbischsprachige Programme sendete. Die albanische Sprache konnte in keiner der drei Gemeinden vor den zentralstaatlichen Behörden verwendet werden, in Bujanovac und Medvedja auch nicht in den Organen der Kommunalverwaltung. Nach Angaben der Albaner wurde ihnen auch das von der Verfassung garantierte Recht, ihre nationalen Symbole zu verwenden, verwehrt. 19 Laut Aussagen von Flüchtlingen aus Preševo war auch die Religionsausübung insofern eingeschränkt, als von den serbischen Behörden und Sicherheitskräften nur alte Männer in der Moschee geduldet wurden.

Neben diesen Diskriminierungen im Erziehungswesen und im identitätsrelevanten kulturellen Bereich machten die Albaner Südserbiens auch auf wirtschaftliche Benachteiligungen aufmerksam. Besonders diskriminierend wirkte das Gesetz über die Einschränkung von Eigentumsübertragungen aus dem Jahr 1989, das es für Angehörige der Minderheiten praktisch unmöglich machte, die von diesem Gesetz geforderte Erlaubnis der Behörden für den Kauf oder Verkauf von Grund und Boden zu erhalten. Beschwerden dagegen vor ordentlichen Gerichten waren oft erfolgreich, allerdings verhinderte dann die lokale, serbisch dominierte Verwaltung die Ausführung der Gerichtsbeschlüsse, wodurch die Ausgabe der einschlägigen Dokumente um Jahre verzögert wurde. 20 Dieses Gesetz sollte die Abwanderung der serbischen Bevölkerung aus Gebieten, die von Minderheiten dominiert wurden, verhindern, wobei vor allem an die serbische Bevölkerung des Kosovo gedacht war. Aber auch die albanisch besiedelten Gebiete außerhalb des Kosovo verspürten die Auswirkungen dieses Gesetzes. Neben dem Versuch, die Abwanderung der serbischen Bevölkerung zu verhindern, gab es - ähnlich wie im Kosovo - seitens des serbischen Regimes auch in Südserbien aktive Versuche, die ethnischen Zahlenverhältnisse zugunsten der serbischen Bevölkerung zu ändern. In Bujanovac, Preševo und Medvedja sollten einige hundert serbische Flüchtlinge aus der Krajina angesiedelt werden. 21 Diese Politik blieb aber letztlich erfolglos: Zwischen den Volkszählungen von 1981 und 1991 hatte sich der Anteil der Albaner und auch ihre absolute Zahl in den Gemeinden Preševo und Bujanovac bereits erhöht, während die serbische Bevölkerung relativ und absolut geschrumpft war. Nur in Medvedja, der Gemeinde mit dem geringsten albanischen Bevölkerungsanteil, war auch die albanische Bevölkerung zurückgegangen, da viele der dortigen albanischen Familien in das Kosovo übersiedelten. 22 Eine weitere von den Albanern kritisierte Maßnahme hatte ebenfalls eine bevölkerungspolitische Intention: Ein serbisches Gesetz, das die staatliche Unterstützung für Kinder regelte, sah vor, daß Kinderbeihilfe nur bis zu drei Kindern bezahlt wurde. 23 D.h., Familien mit einer größeren Anzahl von Kindern erhielten nur für drei ihrer Kinder Kinderbeihilfe, was zu einer Reduzierung der Geburten führte, weil für viele Fanülien der traditionelle Kinderreichtum der albanischen Bevölkerung ökonomisch nicht mehr tragbar war. Somit konnte das generative Verhalten der albanischen Bevölkerung in Richtung einer Senkung der Geburtenrate verändert werden, wodurch sich auch die traditionellen Familienformen aufzulösen begannen.

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19 The Albanians in Presheva, Bujanovc and Medvegja (Anm. 2).
20 Mi, Albanci u Srbiji (Anm. 11), S. 9.
21 Vgl. etwa: Kosova Communication Bulletin of the Ministry of Information of the Republic of Kosova, 4. Jg., No. 232, 28.08.1995.
22 1981 hatte die Gemeinde Preševo 33.948 Einwohner, davon 28.967 Albaner (85,3 Prozent); Bujanovac 46.689 Einwohner (25.848 oder 55,3 Prozent Albaner) und Medvedja 17.219 Einwohner (5.514 oder 32 Prozent Albaner). Vgl.: The Albanians of Presheva, Bujanovc and Medvegja, <http://web.eunet.ch/government/PRELUCI.html>; Stanovništvo ... 1991 (Anm. 1).
23 The Albanians in Presheva, Bujanovc and Medvegja (Anm. 2). Über die Folgen des Gesetzes: mündliche Informationen von Asylwerbem aus Preševo.
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Darüber hinaus machten die Vertreter der Albaner auf weitere Formen der ökonomischen und sozialen Diskriminierung aufmerksam, wie - im Vergleich zur serbischen Bevölkerung - exzessive Besteuerung, überhöhte Strafen und ökonomische Vernachlässigung ihrer Region durch das Zentrum. 24 Albanische Arbeiter scheinen bevorzugt entlassen bzw. bei Einstellungen gegenüber Serben benachteiligt worden zu sein. So arbeiteten in der Firma "Gumoplastika" in Bujanovac, wo Albaner die Bevölkerungsmehrheit ausmachten, nur 42 Albaner bei einer Gesamtbelegschaft von 564 Arbeitern. In der Firma "Heba" waren acht von 350 Arbeitern Albaner, bei "Jumco" zwei von 210, bei "Dagcop" 20 von 200 Arbeitern und schließlich in der städtischen Ambulanz 24 von 190 Beschäftigten. 25 Auch in den staatlichen Strukturen waren die Albaner unterrepräsentiert. So gab es keine albanischen Beamten am Grenzübergang zu Makedonien. Nach Angaben des Parlamentsabgeordneten Nasufi hatten in der Miliz in Preševo vor 1990 noch über 50 Albaner gearbeitet, 1996 hingegen bereits weniger als 25. Am Paßamt würden überhaupt nur mehr Serben beschäftigt. 26

Generell war die Region - ähnlich wie das Kosovo - ökonomisch sehr unterentwickelt und zählte zu den ärmsten Gegenden Jugoslawiens. Albanische politische Repräsentanten führen dies auch auf einen bewußten Entzug von Mitteln aus dem zentralstaatlichen Budget und auf die gezielte Unterlassung von Investitionen in die lokale Wirtschaft und Infrastruktur zurück. Vor dem Hintergrund der anhaltenden schweren Krise, in der sich Serbiens offizielle Wirtschaft befindet, hat sich in den letzten Jahren, vor allem während des Wirtschaftsembargos gegen Jugoslawien, ein reger Benzin- und Zigarettenschmuggel von und nach Makedonien entwickelt. Auch andere Waren, u.a. Drogen und Waffen, wurden geschmuggelt. 27

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24 Dalipi (Anm. 2), S. 1.
25 Human Rights Council: Report No. 303, 26.05.-2.06.1996.
26 Mi, Albanci u Srbiji (Anm. 11), S. 9.
27 Mündliche Informationen von Asylwerbem aus Preševo; über den Waffen- und Drogenschmuggel auf Eseln vgl.: Beta News Agency, 07.08.1995.
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Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, haben sich die Vertreter der Albaner Südserbiens mehrfach an internationale Organisationen gewandt: 1992 an die Friedenskonferenz für Jugoslawien in Den Haag, 1996 an das Europäische Parlament, den deutschen Außenminister Klaus Kinkel, den Kommissar der EU für Außenbeziehungen Hans van den Broek und den britischen Außenminister Malcolm Rifkind. In diesen Memoranden wurde auf die prekäre Situation der Albaner Südserbiens verwiesen und gefordert, daß auch deren Probleme in den internationalen Verhandlungen über das Schicksal der Albaner im Kosovo erörtert werden sollten. Die zentralen Forderungen waren dabei "politische Selbstverwaltung" und "proportionale Vertretung" in allen staatlichen sowie lokalen Organen. Die OSZE reagierte 1996 in Person ihres damaligen Vorsitzenden Flavio Cotti positiv auf diese Initiativen der Albaner Südserbiens. In einer Antwort an Riza Halimi schrieb Cotti, daß er die Forderungen der Albaner Preševos, Bujanovacs und Medvedjas, ihre Identität bewahren und die gleichen Rechte wie die Mehrheitsbevölkerung genießen zu können, für vollkommen legitim halte. 28 Im November 1996 kam es auch zu einem Treffen der UNO-Berichterstatterin über die Menschenrechtslage im ehemaligen Jugoslawien, Elizabeth Rehn, mit Riza Halimi und dem Abgeordneten Behljul Nasufi. Bei diesem Treffen informierten die beiden politischen Vertreter der Albaner Südserbiens Rehn über die damalige Situation in Preševo, Bujanovac und Medvedja. Sie übergaben eine Sammlung von Beweisen für Menschenrechtsverletzungen in diesen drei Gemeinden. 29 Auch ein Vertreter der albanischen Botschaft in Belgrad stattete 1996 Preševo einen Besuch ab und traf mit den Führem der dortigen albanischen Gemeinschaft zusammen.

Allerdings scheint es danach keine konkreten Schritte seitens der intemationalen Gemeinschaft gegeben zu haben, die Frage der ethnischen Albaner Südserbiens zu internationalisieren und einer Lösung zuzuführen. Alle internationalen Lösungsversuche der Kosovokrise konzentrierten sich auf die Provinz in ihren administrativen Grenzen, ohne die Lage der Albaner im engeren Serbien mitzubehandeln.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß sich trotz aller Probleme die Situation in den angesprochenen Gemeinden deutlich von der im Kosovo unterschieden hat. Der Vorsitzende der PVD und des Gemeinderates von Preševo, Riza Halimi, machte zwar immer wieder auf Schwierigkeiten und zahlreiche Diskriminierungen aufmerksam, stellte aber 1994 auch fest, daß "in Preševo, Bujanovac und Medvedja keine Apartheid und Repression wie im Kosovo herrscht". 30 Allerdings habe die schlechte Situation im Kosovo auch auf diese Region negative Auswirkungen. Bis 1998 sollte sich an diesem Zustand wenig ändern.

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28ATA News, 14.11.1996.
29Kosova Communication, No. 244, 30.11.1996.
30 Ostanak u Srbiji (Anm. 3), S. 3.
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3. Die Ereignisse zwischen Februar 1998 und März 1999

Ende Februar/Anfang März 1998 eskalierte das serbische Vorgehen gegen die Kosovo-Befreiungsarmee (UÇK) im Kosovo; es häuften sich die zivilen Opfer, großflächige Vertreibungen durch serbische Sicherheitskräfte und massenhafte Flucht der kosovo-albanischen Bevölkerung begannen. Vor allem die Massaker in der Region Drenica markierten den Beginn der Eskalation. Davon waren auch die albanisch besiedelten Gebiete Südserbiens außerhalb des Kosovo betroffen, wenn auch in anderer Weise. In einem Schreiben an den Autor führt Suzanne Auer ( Schweizerische Flüchdingshilfe) aus:

"Was die Situation in diesen Gebieten [Preševo, Bujanovac, Medvedja] seit März 1998 bis vor kurzem betrifft, habe ich aus erster Hand - von Bekannten und Freunden von mir, die dort wohnen (wohnten?) - gehört, daß die Lage vergleichsweise 'ruhig' war. Der Grad der Repression war offenbar nicht zu vergleichen mit demjenigen in Kosova; Übergriffe trugen eher den Charakter von Diskriminierungen, Belästigungen o.ä. Jedenfalls kam es weder zu Beschießungen von Dörfern noch zu Ermordungen von Albanerlnnen und schon gar nicht zu Massakem. Für viele Flüchtlinge dienten diese drei Gemeinden dann auch als vorübergehender Zufluchtsort und 'Sprungbrett' für die Weiterflucht nach Mazedonien oder anderswohin." 31

Allerdings wurde die Situation auch in Preševo, Bujanovac und Medvedja merklich angespannter. Bei einer friedlichen Demonstration von Albanern in Preševo gegen das serbische Vorgehen im Kosovo kam es am 5. März 1998 zur gewaltsamen Auflösung der Demonstration durch serbische Polizei. Der Protest hatte sich besonders gegen die Massaker in Drenica gerichtet. Die Polizei nahm daraufhin kurzfristig einige politische Repräsentanten der Albaner fest, wie den Bürgermeister Preševos Riza Halimi, seinen Stellvertreter Nazer Haziri, die ehemaligen Parlamentsabgeordneten Tahir Dalipi und Behljul Nasufi, den Arzt Dr. Skender Destani sowie einige albanische Einwohner Preševos. 32 Gegen Bürgermeister Halimi wurde Anklage erhoben, weil er die Miliz bei der "Ausübung ihrer Pflicht" gehindert habe. Zu einem Prozeß ist es allerdings 1998 nicht mehr gekommen.

Auch in den Monaten danach wurden immer wieder politische Vertreter und Angehörige der albanischen Intelligenz sowie Geschäftsleute zu "Informationsgesprächen" vorgeladen. Übergriffe bzw. Ermordungen wurden an der Grenze zwischen Preševo und Bujanovac und dem Kosovo registriert, wo Armee und Polizei verstärkt patrouillierten. 33 Der verstärkte Druck auf die Albaner Südserbiens hatte vor allem mit dem Beginn der Ankunft von Flüchtlingen aus dem Kosovo in dieser Region zu tun. Um diesen zu helfen, wurde von der ansässigen Bevölkerung die Aktion "Hilfe für gefährdete Familien in Kosova" gestartet, was von den serbischen Sicherheitskräften mit Skepsis betrachtet wurde. 34

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31 E-mail von Suzanne Auer an den Autor, 04.05.1999.
32 Kosovo Information Center: Kosovo Daily Report, No. 13621, 05.03.1998;
U.S. Department of State: Serbia and Montenegro. Country Report on Human Rights Practices for 1998, <http://www. State.gov/www/global/human-rights/1998_hrp_report/serbiamo. html>, 26.02.1999.
33 Council for the Defence of Human Rights and Freedom, Prishtina (CDHRF): ReportNo. 423,1 2.07.1998.
34 CDHRF: Weekly Report, No. 423, 22.07.1998.
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Im September 1998 hub die Armee Schützengräben in der Gegend zwischen Kamenica, Bujanovac und Vranje aus. 35 An den Straßen in das Kosovo wurden Polizei-Checkpoints eingerichtet (z.B. an der zwischen Gnjilane und Bujanovac). 36 Nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen von Rambouillet wurden in der Gegend von Preševo und Bujanovac sowie der serbischen Stadt Vranje weitere Schützengräben ausgehoben. An der Grenze zwischen dem Kosovo und Südserbien gab es seit dem Ausbruch offener Kampfhandlungen im Frühjahr 1998 eine Konzentration von Armee- und Polizeieinheiten; allerdings wurde die Grenze nicht gänzlich geschlossen, sondern war relativ durchlässig, wie die Flüchtlingsbewegungen aus dem Kosovo nach Preševo zeigten. Zur Verschärfung der Situation trug auch bei, daß von Bujanovac aus immer wieder serbische Militär- oder Polizeieinheiten Richtung Kosovo aufbrachen. Trotz der sich häufenden Vorfälle und der zunehmend angespannten Lage angesichts des Krieges im nur wenige Kilometer entfernten Kosovo setzten die albanischen Parteien Südserbiens aber weiterhin auf eine friedliche Lösung. Zumindest bis Ende Juni 1998 kann man Aktionen der UÇK in Südserbien außerhalb der Grenzen des Kosovo ausschließen, und auch für den Zeitraum danach gibt es keine diesbezüglichen Berichte. 37

Die politischen Vertreter der Albaner Südserbiens versuchten die Internationale Staatengemeinschaft dazu zu bewegen, in den Verhandlungen zu einer Lösung der Kosovokrise auch die Lage der Albaner Südserbiens zu berücksichtigen. In einem gemeinsamen Memorandum der PVD, DPSh und der PP an die Internationale Staatengemeinschaft heißt es:

"Die beste Lösung wäre eine Angliederung dieser Bevölkerung [der 100.000 ethnischen Albaner in Südserbien] an das Kosovo. Sollte dies aber als hinderlich für die Lösung der Probleme angesehen werden, dann sollten Wege gefunden werden, dieser Bevölkerung die gleichen Menschenrechte, wie sie die Serben im Kosovo genießen werden, zu gewährleisten." 38

In den entsprechenden Vertragsentwürfen für die Friedensverhandlungen von Rambouillet finden sich aber keine Hinweise auf die Albaner Südserbiens. Vielmehr ist nur von "Kosovo" die Rede, womit eindeutig das Gebiet innerhalb der Grenzen der Autonomen Provinz Kosovo und Metohija gemäß der geltenden tenitorialen Ordnung Jugoslawiens gemeint ist. 39 Auch das Abkommen, das am 13.10.1998 zwischen Präsident Miloševic und US-Sondervermittler Richard Holbrooke mündlich abgeschlossen worden war - ein schriftlichen Text wurde jedenfalls nie öffentlich bekannt - hatte ebenfalls nur Bestimmungen für das "Kosovo" und nicht die übrige albanische Bevölkerung Serbiens enthalten. Die OSZE-Beobachtermission war dementsprechend auf die Provinz Kosovo und Metohija beschränkt.

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35 CDHRF: Weekly Report, No. 434,10.09.1998.
36Kosova Daily Report, No. 1586, 18.10.1998.
37 Obradovic, Vukasin: Cekajuci OVK [In Erwartung der UÇK]. AIM Belgrad, 29.06.1998.
38ATA News, 09.02.1999.
39 Vgl. Draft Kosovo Interim Agreement, <http://www.balkanaction.org/pubs/dkia.html>, 27.01.1999;
Interim Agreement for Peace and Self-Govemment in Kosovo, <http://www.balkanaction.org/pubs/kia299.html>, 23.02.1999; - der letzte Vertragsentwurf von Rambouillet, der von der kosovo-albanischen, nicht aber der serbischen Seite unterschrieben wurde.
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4. Die Entwicklung nach dem Beginn der NATO-Bombardements

Nach dem erfolglosen Ende der Friedensverhandlungen von Rambouillet und dem Beginn der serbischen Offensive im Kosovo spannte sich auch die Situation in den südserbischen albanischen Enklaven weiter an. Nach Angaben des CDHRF kam es z.B. in Bujanovac zur Mobilmachung serbischer Zivilisten, die im Gebäude der Grundschule in Bujanovac untergebracht wurden. 40

Mit dem Beginn der NATO-Bombardements am 24. März 1999 verschlechterte sich die Lage der Albaner in Serbien außerhalb des Kosovo sehr rasch. Selbst in Belgrad kam es immer häufiger zu Übergriffen gegen ethnische Albaner, weshalb viele Albaner aus Belgrad flohen. Nach Angaben von albanischen Flüchtlingen aus der Hauptstadt sollen nur wenige Albaner in Belgrad verblieben sein, obwohl die albanischen Gemeinschaft Belgrads vor dem Krieg auf bis zu 100.000 Personen geschätzt wurde. 41 Von der Verschlechterung der Situation ethnischer Albaner im engeren Serbien besonders betroffen waren die geschlossenen albanischen Siedlungsgebiete Südserbiens an der Grenze zum Kosovo. Seit Ende April gibt es Berichte internationaler Organisationen und verschiedener Medien, die eindeutig auf eine Politik der "ethnischen Säuberung" auch dieser albanisch besiedelten Gebiete durch serbische Armee- und Polizeitruppen sowie durch Paramilitärs hinweisen.

Die ersten Berichte bezüglich einer dramatischen Verschärfung der spezifischen Situation der Albaner Südserbiens datieren aus der Zeit ab Mitte April. Die ersten Nachrichten über eine größere Anzahl von Flüchtlingen aus Preševo stammen vom 12. April, wobei diese Flüchtlinge auch erzählten, daß die Männer bei der Flucht von serbischen Truppen ausgesondert wurden. 42 Kosovo-albanische Quellen berichteten von starker Polizei- und Armeepräsenz in Preševo und einigen Nachbardörfem sowie von beginnenden Razzien in der Stadt und den umliegenden Dörfern. Häuser sollen geplündert, Fußgänger mißhandelt und willkürlich verhaftet worden sein. Ein Flüchtling aus einem Nachbardorf Preševos erzählte, daß ihm von den "Serben", nachdem er 20 Stunden lang geschlagen worden war, das linke Ohr abgeschnitten wurde. "Sie waren Bestien. Sie schnitten mein linkes Ohr mit einem Messer ab, sie schnitten langsam." 43 Die Spannung wurde durch NATO-Bombardements auf militärische - und nach serbischen Angaben auch auf zivile - Ziele in der Nähe von Preševo, die hohe Truppenkonzentration - u.a. zum Schutz der wichtigen Straße von Bujanovac in das Kosovo 44 - sowie durch die Verminung strategischer Orte an der jugoslawisch-makedonischen Grenze noch erhöht. Die Bewohner der Region sollen Massaker befürchtet haben, weshalb viele von ihnen ihre Häuser verließen und in Richtung Makedonien flohen. 45 Nach kosovo-albanischen Angaben sollen nach einer Razzia in Preševo 2.000 Bürger, bei denen albanische nationale Symbole gefunden wurden, festgesetzt und mißhandelt worden sein. Später wurden sie allerdings wieder freigelassen. 46

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40 Heavy Armored Serbian Forces Entered Kosova, <http://lwww.kosovasot.com/TopNews_990317>, 17.03.1999.
41 Igric, Gordana: In the Wrong Place. In: Balkan Crisis Report, <http://www.iwpr.net/balkans/news/bcr010499_1_eng.htm>, 01.04.1999.
42 Kelly, Jack: Witnesses say Kosovar men executed. In: USA Today, 12.04.1999.
43Los Angeles Times, 28.04.1999, S. A-14.
44 Nazi, Fron: KLA Fights to Block Partition, <http://www.ipwr.net/balkans/news/bcr170499-1-eng.htm>, 17.04.1999.
45 Kosovapress, 16.04.1999, <http://www.kosovapress.com/english/prill/16_04_99_2.htm>.
Kosovo Crisis Center, 16.0.4.1999, <http://www.alb-net.com/kcc/041699e.htm>.
46 Kosovapress, 20.04.1999, <http://www.kosovapress.com/english/prill/20_04_99_6.htm>.
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Ein wichtiger Aspekt der Repression waren Einberufungen zum Wehrdienst in der Jugoslawischen Volksarmee. Die Neue Zürcher Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 27. April ausführlich über diese Entwicklung:

"Die jugoslawische Armee hat in den letzten Tagen Albaner in Südserbien zum Dienst aufgeboten, vermutlich um sie in den Kampf gegen die KosovoGuerilla zwischen die Fronten zu schicken. Die meisten Stellungspflichtigen flohen sogleich nach Mazedonien." 47

Die Männer befürchteten, als Kanonenfutter dienen zu müssen oder als menschliche Schutzschilde verwendet zu werden. Daß diejenigen Albaner, die in die Armee eingezogen werden konnten, tatsächlich als menschliche Schutzschilde mißbraucht werden sollten, wurde von NATO-Sprecher Jamie Shea Mitte Mai bestätigt. Nach Sheas Angaben wurden Mitte April 500 junge Männer der Stadt Preševo

"in die Armee gepreßt und gezwungen, jugoslawische Uniformen zu tragen. Ihnen wurde gesagt, daß sie als menschliche Schutzschilde dienen werden, sobald - ich zitiere - 'die NATO-Bodenoffensive beginnt‘." 48

Ein weiterer Grund für die massenhafte Desertion war natürlich, daß die albanischen Männer Südserbiens nicht gegen Angehörige ihrer eigenen Ethnie kämpfen wollten. "Sie wollten, daß wir unsere eigenen Leute umbringen sollten. Ich konnte das nicht tun," sagte einer der geflüchteten jungen Männer. 49

Nach Schätzungen von Flüchtlingen flohen in diesem Zusammenhang etwa 400 Personen, vorwiegend Männer, die einen Einberufungsbefehl erhalten hatten oder einen solchen erwarteten, zusammen mit ihren Frauen und Kindern. Sie berichteten auch, daß sich die Lage in den albanischen Gemeinden Südserbiens in den Tagen zuvor deutlich zugespitzt habe; es gebe viele Polizeikontrollen und Schikanen setzten ein. 50 Diese Berichte wurden von einem Reporter der Nachrichtenagentur Associated Press bestätigt. Augenzeugen erzählten ihm übereinstimmend, daß das Aussenden von Einberufungsbefehlen Teil der serbischen Aktionen gegen die albanischen Enklaven in Südserbien seien. 51 Die Flüchtlinge berichteten, in Preševo seien Panzer stationiert worden. In einigen Dörfern seien auch paramilitärische Truppen aktiv, die Deserteure jagten und junge Männer mißhandelten. Insgesamt sollen in den albanischen Gemeinden nur wenige junge Männer zurückgeblieben seien. Die meisten seien geflohen, einige allerdings auch eingezogen worden. Von Zwangsrekrutierungen berichteten auch Flüchtlinge aus der Region Preševo, die in Österreich um Asyl ansuchten.

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47 Deine Heimat ruft Dich. In: Neue Zürcher Zeitung, 27.04.1999.
48CNN, 18.05.1999; Hughes, Candice: Serbs Turn Back Refugees at Border. AP, 17.05.1999.
49Los Angeles Times, 28.04.1999, S. A-14.
50 Deine Heimat ruft Dich (Anm. 47).
51 Murphy, Brian: Ethnic Albanians in Fight or Flight. AP, 30.04.1999.
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Die UNHCR-Sprecherin in Makedonien, Paula Ghedini, sprach zu diesem Zeitpunkt von 6.000 bis 10.000 albanischen Flüchtlingen aus dem engeren Serbien. Sie bestätigte auch, daß der Konflikt offensichtlich über die Grenzen des Kosovo übergeschwappt sei. 52Allein am 28. April überquerten rund 2.000 Flüchtlinge aus Preševo die Grenze nach Makedonien. 53 Die Flüchtlinge berichteten u.a. von Aktivitäten paramilitärischer Einheiten und davon, daß hunderte Frauen und Kinder gesehen wurden, wie sie in die Berge flohen. 54 Der UNHCR-Sprecher Kris Janowski sagte, daß Flüchtlinge übereinstimmend von Vertreibungen durch paramilitärische Kräfte berichteten. Eine Gruppe von Flüchtlingen schilderte, wie paramilitärische Einheiten in ein albanisches Dorf nahe Preševo eindrangen und die Bevölkerung erniedrigten; eine junge Frau wurde gezwungen, sich vor der gesamten Dorfbevölkerung nackt auszuziehen. Dann wurden alle Einwohner ihrer Wertgegenstände beraubt und verjagt; es kam allerdings zu keinen Ermordungen. Dazu Janowski: "Das ist ein interessantes Phänomen, weil hierbei handelt es sich faktisch um ethnische Säuberungen im engeren Serbien und nicht im eigentlichen Kosovo." 55

Auch andere Medien berichteten über Fluchtbewegungen der Albaner aus der Region Preševo. 56 Die NATO bestätigte diese Meldungen und sprach in diesem Zusammenhang ebenfalls von beginnenden "ethnischen Säuberungen" in Preševo. 57 Ein Grund für das massive Vorgehen der serbischen Sicherheitskräfte in Preševo könnte, nach Ansicht von UNHCR, die Tatsache gewesen sein, daß sich in der Stadt Flüchtlinge aus dem Kosovo aufgehalten haben. 58

Kosovo-albanische Quellen meldeten auch in den Wochen danach Mißhandlungen und Tötungen. 59

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52Reuters, 30.04.1999.
53UNHCR: Refugees Daily, 28.04.1999.
54UNHCR: Kosovo Update, 28.04.1999; UNHCR: Refugees Daily, 28.04.1999.
55UNHCR: Refugees Daily, 29.04.1999
56RFE/RE Newsline, 28.04.1999; Financial Times, 28.04.1998; Irish Times, 29.04.1999; Der Standard, 29.04.1999.
57dpa, 30.04.1999; Los Angeles Times, 30.04.1999; The Guardian, 01.05.1999.
58UNHCR: Refugees Daily, 28.04.1999.
59 Z.B.: The Torture and Murder of a Family in Gosponica, <http://www.kosovapress.com/english/quershor/02_06_99.htm>.
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Wie sich die Situation in den hier behandelten Ortschaften nach dem Ende der NATO-Bombardements und nach dem Abzug der serbischen Einheiten aus dem Kosovo darstellt, ist zum gegebenen Zeitpunkt aufgrund des Mangels an einschlägigen Informationen nicht klar. Flüchtlinge aus Preševo, die in Österreich um Asyl angesucht haben, sagten jedenfalls aus, daß die Stadt fast menschenleer sei. Eine Prognose für die unmittelbare Zukunft muß eher negativ ausfallen, zumindest solange das Regime von Slobodan Miloševic noch an der Macht ist und sich die Menschenrechtssituation in Serbien nicht bessert. Die internationalen Vereinbarungen, die zur Beendigung der NATO-Luftschläge geführt haben, enthalten jedenfalls keine Bestimmungen für das engere Serbien, sondern nur für das Kosovo in seinen jetzigen Grenzen. 60 Die serbischen Bodentruppen und Polizeieinheiten müssen sich bis fünf Kilometer hinter die Grenze (sogenannte Ground Safety Zone) zwischen dem Kosovo und Montenegro bzw. Serbien zurückziehen, d.h. daß die Gemeinden Preševo, Bujanovac und Medvedja zumindest nicht völlig geräumt werden müssen. Außerdem darf die lokale Polizei innerhalb der Ground Safety Zone bleiben. 61 Ohne internationale Bemühungen und Garantien wird sich aber die Zukunft der albanischen Bevölkerung des engeren Serbiens, so es eine solche überhaupt noch gibt, wohl düster gestalten. 62

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60 Abkommen zwischen der NATO und den jugoslawischen Streitkräften: Military Technical Agreement,<http://www.nato.int/usa/policy/d990609a.htm>, 06.09.1999; UN-Sicherheitsratsresolution 1244 (1999), <http://www.un.org/Docs/scres/1999/99sc1244.htm>, 10.06.1999.
61 Military Technical Agreement, a.a.0.
62 Diese Prognose scheint bereits ihre erste Bestätigung zu finden: Kosovo-albanischen Quellen zufolge sind in den ersten Juli-Tagen weitere Bewohner albanischer Dörfer der Gemeinde Preševo wegen "zunehmender serbischer Gewalt" in das Kosovo geflüchtet. In Gnjilane haben bereits viele albanische Familien aus den Gemeinden Preševo und Bujanovac Zuflucht gefunden. Die Berichte sprechen von organisierten Plünderungen der albanischen Dörfer im engeren Serbien. Vgl. <http://www.kosovapress.com/english/korrik/10_7_99_1.htm>, 10.07.1999.
 



Betreff:         [ALBANEWS] Report: From the CDHRF Press Conference
Datum:         Fri, 24 Sep 1999 11:36:59 GMT
    Von:         Ibrahim Makolli <ibrahimmakolli@HOTMAIL.COM>
(...)

The Council wants to attract the attention of the international community towards the brutal violations of the human rights and freedoms of the Albanians in Presheva, Bujanoc, Medvegja and Vranje (Serbia proper). The very same scenario which was applied in Kosova is being applied there. The Albanians are ill-treated, discriminated, killed and evicted from their homes and villages. 44 Albanian houses were burned in the region of Karadak near Presheva (by uniformed Serbs). 111 houses were demolished. Apart from the national rights, the religious rights of the Albanians are violated too. Yugoslav flags were hung on the mosques in Ternave, Leran and Ternove.
Electricity was cut to many Albanian villages. The phone lines were cut to the Albanian families in Bujanoc. Many factories were turned into military barracks. More than 8000 people were forced to leave and to seek shelter in Kosova or Macedonia. Apart from the pressure exerted by the Serbian police and military forces, these people were also subjected to pressure from the Serbs who fled Kosova.
The Council expresses its concern about the present situation and calls upon all the democratic forces in Serbia (dealing with the protection of human rights and freedoms) to raise their voice against the violation of the human rights and freedoms of the Albanians in these territories.

(...)

Full text of this report you find at  CDHRF-990923.htm



http://anon.free.anonymizer.com/http://www.xs4all.nl/~freeserb/news/e-subota02oktobar.html
Saturday, October 02nd, 1999

Other news...

Serb police are reportedly harassing ethnic Albanians and shaking them down for money in villages in southern Serbia, a U.S. general said. Brig. Gen. Craig Peterson said Friday that people coming into eastern Kosovo from nearby parts of Serbia reported being mistreated and having money taken from them.



27 October 1999
News at 16:30 http://www.kosovapress.com/english/tetor/27_10_99_1.htm
 
Bad situation in village Ternoc near Bujanoc

Ternoc, October, 27 (Kosovapress)
Last night, at 01 oclock past midle, Serb forces, police and military, at the centre of the village Ternoc near Bujanoc, there were shootings with weapons of different calibres damaging lots of houses.There are no information about dead or injured. It is said that police and paramilitary troops has taken new positions. The situation is very bad. There are no news about the development of the farther situation.



30 October 1999
News at 18:40  http://www.kosovapress.com/english/tetor/30_10_99.htm
 
Deklaration Of Chairmanship of PVD – Party for Demokratik Action PDA Preshevë

Preshevë, october, 30(Kosovapress)
The Chairmanship of PVD discused the security situation in Preshevë, Bujanovc and Medvegjë and noticed that not even brutal descrimination and represion of serbian regime that continous in time with increasing intensity,obout which denies the terrible incident happened on Wednesday on Ternovc.
Actually to worry about is immigration of more than 10.000, Albanians from this region, and specilly ethnik cleansing of ethnik Albaniens in Medvegje, which those days definitly is going to be ended.
The Chairmanship of PVD once again confirmes that the reason of this phenomenon which substantionaly puts on danger these ethnik Albanian areas, is the represion of Serbian regime which started during the War and sistematically is going on against the Albanian popullation. As a reasult of this, the major part now is being cleansed  Analysing the posibilities for coming back of the displaced popullation PVD concludes that even this represion stops in a moment, in most of the villages of Karadaku region there are no elementary conditiones for normal life, becouse of the big number of burnt,demaged and stollen houses. Allso a big number of them can not come back becouse of big damages they had during the War in agrocultural equipment and other economical sources and allso lusing their working places, too. Considering oll those reasons, the return of popullation can‘t be without monitoring and help of specialised intrnational organisations for human rights and emergency help.
The PVD Chairmanship concludes that Serbian regime, not only with reprision forms against ethnik Albanians, but allso is using perfid forms of represion which are used sistematicaly on closing private enterprises owned by Albanians pulling out of their work places and with lots of obstakles conserning freedom of movement during their work on agroculture, also to mention are blocades and abstacles in culture, information and sports. This narrowing of the area of life and closing the oll perspectives for normal life have coused the immigration of Albanians also in other parts of Preshevë and Bujanovc municipalitv.
To warry is the immigration of intelectuals, specialy teachers and doctors, it is sead in deklaration signed by Riza Halimi, president.



News at 19:50  http://www.kosovapress.com/english/nentor/26_11_99.htm
Serbian polices terrorize the villages around Bujanoc

Kamenicë, November 26 (Kosovapress)
Firing weapons by serbian polices did not stop during the whole night before yesterday, where the shots were on direction to the villages Bresiq and Lluçan. And the next morning, the group of polices went at the village Bresiq where they gave ultimatum to the villagers to leave their homes immediately, so they started to shot on the houses around, where the spots can be seen very clearly on the houses and they arrested some persons, one of them was very badly beaten up. After the arrest of those persons, women and children, they had to leave their homes where some of them went in villages inside Kosova in Dobrosin, Rogoçicë, Hodonoc and Kopornicë.
It is said that serbian polices has continued the violence at the habitants in the villages around Bujanoc in Lluçan and Konçul.



http://www.diepresse.at/presse.taf?read=detail&res=a&id=624227&tmp=22436
 
"367 Flüchtlinge im Lager, letztes Treibgut des Kosovo-Krieges, weigern sich zu gehen. Auf dem Fußballplatz drängen sie sich um die wenigen Journalisten, die sich noch in das Lager verirren, und bringen erregt ihre Forderungen vor: Wir wollen entweder mit Militärschutz nach Hause, oder in den Kosovo, oder in den Westen. Ihr Zuhause, das sind drei albanisch bewohnte Gemeinden auf serbischem Gebiet. Die Rückkehr ist ausgeschlossen, niemand kann ihre Sicherheit garantieren. Im Kosovo gibt es keinen Platz für sie, und auch im Westen will man sie nicht.
Ende November ist der Spuk vorbei. Die Lagerbewohner kommen teilweise doch im Kosovo unter oder werden in das winterfeste Sammellager Radusa transferiert."

(aus: "Lager in Mazedonien werden geschlossen" von Christian Gonsa, DIE PRESSE, 27.11.1999)



http://www.washingtonpost.com/wp-srv/aponline/19991127/aponline053932_000.htm
remark: Dobrosin is some km east of Gjilan
Ethnic Albanians Tell of Fear

By Memli Krasniqi
Associated Press Writer
Saturday, Nov. 27, 1999; 5:39 a.m. EST

DOBROSIN, Yugoslavia –– Villagers in this tiny ethnic Albanian enclave of southern Serbia near the boundary with Kosovo have organized a village guard and patrol the streets at night. They say they have good reason to be afraid.
     Earlier this month, 15 Serb police armed with machine guns surrounded their homes and began shooting into the air, threatening to kill them if the villagers didn't hand over one of their number wanted by police.
     Tensions are rising in the collection of ethnic Albanian villages along the eastern side of the administrative boundary of Kosovo. On the other side of the boundary, NATO forces are safeguarding the security of Kosovo's ethnic Albanians.
     A few miles away, ethnic Albanians who live in territory controlled by Serb authorities say police are increasingly threatening their safety.
     "We are endangered by Serbs," said Sadullah Jashari, 52, who pointed out the windows shattered by gunfire and walls pocked by bullet holes at his home in the nearby village of Bresic.
     Villagers there complained of Serb intimidation, reporting that gunfire late Wednesday and early Thursday drove them from their homes.
     "They come every 10-20 days and harass us," Jashari said. "So we are afraid for our lives and families."
     Life isn't entirely secure for Serbs living in the area either.
     On Nov. 23, eight ethnic Albanian gunmen opened fire on Serb policemen in the town of Konculj, 175 miles southeast of Belgrade, wounding two of them, according to Yugoslavia's private Beta news agency.
     Three days earlier, two Serb policemen were killed and six injured when their vehicle ran over a land mine near Kursumlija about 6 miles north of the boundary with Kosovo.
     NATO peacekeepers say they have no evidence of any organized activity along the boundary. Yet the incidents come uncomfortably close to the NATO forces, who stand at the edge of a buffer zone on the other side of the hills to the west of Dobrosin, 40 miles east of Pristina, capital of Kosovo.
     The alliance's agreement with the government of Slobodan Milosevic that ended the 78-day-NATO air bombardment of Yugoslavia prevents NATO from straying into the buffer zone.
     Anything that happens on the other side, NATO says, is not within their mandate to control – even if they are close enough to hear it from their posts.
     "We're getting reports of shots heard," said Sgt. Major Mark Cox, a NATO spokesman. "But we're not in a position to investigate these reports."
     In the Dobrosin raid, villagers said police rounded up 30 people in an elementary school playground, forced them to lie face down in the dirt and held them at gunpoint for two hours, demanding they hand over the wanted man.
     A senior police official who happened on the scene defused the crisis, but people are still afraid.

© Copyright 1999 The Associated Press



http://www.latimes.com/news/nation/19991130/t000109163.html
Tuesday, November 30, 1999

Just Outside Kosovo, Ethnic Albanians Still Live in Fear

Balkans: No peacekeepers protect many in Serbia who feel cut off since war ended. Some warn of new conflict.

By PAUL WATSON, Times Staff Writer

     GRBAVCE, Yugoslavia--High on a breathtaking hill in southern Serbia, beyond the reach of foreign troops patrolling nearby Kosovo, the only sound in this ethnic Albanian village is of dried corn stalks rustling in the autumn breeze.
     Ethnic Albanians tilled this land for centuries before the Serbs gave up control of the neighboring province to NATO-led peacekeeping troops 5 1/2 months ago. Then a silent exodus began, and all but one of the village's farmhouses were abandoned in fear that they might be the next targets of the Serbs.
     An estimated 85,000 ethnic Albanians still live in this region of southern Serbia, mainly in a 482-square-mile area bordering Kosovo that many Albanian nationalists believe should be part of that province. But thousands have fled since the fate of the region's people was largely forgotten in the North Atlantic Treaty Organization's victory over Yugoslav forces.
     A buffer zone created around Kosovo by June's peace accord with NATO prohibits Serbian police and Yugoslav soldiers from entering only a small part of the region, leaving most of the ethnic Albanians feeling cut off and at risk, said Riza Halimi, president of the municipal assembly in Presevo, a city in southeastern Serbia.
     Slayings, robberies and arson carried out by federal and Serbian forces, and years of political repression under Yugoslav President Slobodan Milosevic, have forced the continuing exodus, Halimi said in an interview at Presevo's City Hall.
     "This situation is benefiting the Serbian authorities," he added. "Their deceitful measures are contributing to a silent 'ethnic cleansing.' "
     Ethnic Albanians in this region of Serbia received none of the benefits that came from NATO's bombing campaign but are suffering the consequences, Halimi said, because they aren't protected by almost 50,000 NATO-led peacekeeping troops just across the border in Kosovo--although it too remains a part of Serbia, Yugoslavia's dominant republic.
     In one of the few significant concessions Milosevic won for withstanding 78 days of airstrikes last spring, NATO agreed to shrink the buffer zone along the Kosovo border that Yugoslav troops and Serbian police are not allowed to enter.
     The Western demands that Milosevic had rejected at peace talks during the winter called for a "mutual safety zone" 15 miles deep, which would have protected most ethnic Albanians north and east of Kosovo's border.
     But under the accord that ended the air war, the buffer zone was set at 3 miles deep. That left Yugoslav troops and Serbian police freer to harass ethnic Albanians, Halimi said.
     And the violence has cut both ways. Two Serbian police officers were seriously wounded last week when gunmen opened fire on the Serbs' vehicle in this area near the mainly ethnic Albanian village of Konculj, Yugoslavia's state-run news agency reported.
     NATO officials, meanwhile, confirm that the alliance is concerned about occasional skirmishes across the border from Kosovo.
     Hajdar Sulja, 63, was too sick to join the exodus from Grbavce that began about Aug. 2, just over a month after the last Yugoslav forces withdrew from Kosovo.
     Now Sulja, his wife, son, daughter-in-law and two grandchildren are the only people left in a village where their ethnic Albanian ancestors lived, worked the hard mountain soil and went to the grave for 500 years.

     One Village Has Aspect of Ghost Town

     If Sulja hadn't been out in the yard, working on his knees behind a fence of rough-hewn pickets and tangled sticks, it would have been hard to know one recent day that anyone was left in Grbavce, about three miles from the Kosovo border near the Serbian town of Medvedja.
     Serbian police officers pass through the area once in a while, but neither they nor Yugoslav army soldiers have attacked the village, Sulja said.
     "The army came nearby, they fired some shots, and people got scared," so they fled to Kosovo, he added.
     Although Sulja insists that he has never had problems with Serbs and was not told to leave, he doesn't feel safe. He plans to take his family and as much as they can carry and flee as soon as they can.
     "What can I do?" asked Sulja. "I can't live here on my own. The wolves will eat me. . . . Saving your head is most important, but it is not easy to leave centuries-old property."
     Before NATO launched its air war March 24 to drive Yugoslav forces from Kosovo, more than 100,000 ethnic Albanians lived in areas of southern Serbia just outside the province, mainly in Presevo, Bujanovac, Medvedja and the surrounding countryside.
     During the war and in the angry peace that followed, as many as 20,000 ethnic Albanians in the region fled to Kosovo or went into exile abroad; 1,200 of them are still living in a refugee camp in Macedonia, Halimi said.
     His Party of Democratic Action wants to unite the mainly ethnic Albanian strip of southern Serbia with Kosovo, a demand that he concedes could lead to more violence if Kosovo moves closer to a complete break from Yugoslavia.
     "It is a common fact that the Albanian population of this region makes a constitutive whole with the Albanian population living in Kosovo and Macedonia," Halimi's party said in a 1992 declaration.
     To Serbian nationalists, that translates into the same demand for ethnic Albanian independence that led in 1998 to a vicious civil war in Kosovo--a conflict ended only by the NATO air war.
     Senior officers at Serbia's Interior Ministry police headquarters in Belgrade, the Serbian and Yugoslav capital, did not respond to requests for an interview on the situation in the border region.
     Just as he did in Kosovo, Milosevic began imposing Serbian rule in this region in 1989 by forcing majority ethnic Albanians from key public jobs and replacing them with Serbs.
     Halimi used to be a high school physics teacher in Presevo, where before the war about 42,000 people--more than 90% of the city's population--were ethnic Albanian. But Serbian authorities fired him and 11 other teachers in a purge of the Albanian-language education system, he said.

     Poor Development Plagues Entire Region

     This region is so poorly developed that only 500 workers out of an estimated 45,000 have jobs in industry, and they earn only $19 to $25 a month, Halimi said. The Yugoslav army eliminated some of the best remaining jobs by turning a local shoe factory into a military base after the NATO-led force entered Kosovo.
     Despite the campaign by Halimi's party to combine the region with Kosovo, where the overwhelming majority favors independence from Yugoslavia, the Serbian government has allowed him to stay in power in Presevo since 1992.
     But Milosevic makes sure that the city assembly that Halimi leads is weak. Its only authority is over sports, cultural activities, child care, garbage collection and street cleaning.
     Although Halimi is one of Milosevic's many political enemies, his efforts to work against the system from within may have helped prevent fighting in Kosovo from spilling into the rest of southern Serbia.
     "Before and during the war, our opinion was that there was no reason for people to leave [our region]," Halimi said. "Why? Here, we are taking part in all the institutions of the system. There were no incidents here before the bombing. And our official stand always concurred with the army's statements."

     Oppression by Federal Forces Once Minimal

     Yugoslav forces drove hundreds of thousands of ethnic Albanians from their homes in Kosovo, torching villages and killing civilians during the spring. But the eastern region of the province, where Kosovo Liberation Army guerrillas were never strong, did not suffer nearly so much as the KLA's strongholds, and attacks rarely spread into other ethnic Albanian areas of southern Serbia.
     Yugoslav soldiers killed six ethnic Albanians in four villages in the southern Serbian region bordering Kosovo during the three-way Yugoslav conflict with NATO and the KLA, Halimi said, citing witness statements to his office.
     The soldiers also burned 44 houses and 20 auxiliary buildings such as barns, and looted or damaged 200 houses, often after finding symbols such as Albanian flags, which the Serbs saw as evidence of support for KLA rebels, he added.
     Some Yugoslav soldiers also tortured ethnic Albanian prisoners from border villages, according to the witness statements. Nijazi Bajrami, 28, said that more than 10 soldiers supervised by a lieutenant beat him for hours before cutting off his ear and trying to force him to eat it. He was later released.
     In Kosovo, the NATO-led peacekeeping force and a U.N. civilian administration are fighting what increasingly looks like a losing battle against ethnic Albanian extremists attacking Serbs and other minorities, who continue to flee almost daily slayings and kidnappings.
     Western governments, including the United States, are still officially opposed to independence for Kosovo. But ethnic Albanian leaders across the political spectrum are determined to break from Yugoslavia, making it all the more difficult for NATO to "win the peace" and create a multiethnic democracy in Kosovo.
     "If Kosovo ever becomes independent, and if present-day borders remain, people here would feel like they were living in a ghetto, and they would silently leave," Halimi predicted.
     The KLA has been replaced by the Kosovo Protection Corps, a civilian force licensed to carry small arms. The corps is supposed to concern itself with natural disasters and ceremonial affairs, not the struggle for independence.
     One of the corps' members, a young man from Presevo, agreed to an interview in Pristina, Kosovo's provincial capital, on condition he not be identified to protect family members still living elsewhere in southern Serbia.
     Although the KLA chose to fight the Serbs in Kosovo first, the separatists have always seen the mainly ethnic Albanian strip across the provincial border as part of Kosovo and will do whatever is necessary to get it back, the former rebel fighter said.
     The KLA has long used the Presevo region as a conduit for weapons and money, and the guerrillas took in about 300 recruits from the area once the NATO bombing began, he added. As long as things continue to get worse for ethnic Albanians in southern Serbia, it won't be difficult to find more volunteers, he warned.
     "If we read all of the signs correctly, these forms of repression are aimed at making people leave the region for Kosovo as a form of 'ethnic cleansing,' " he said. "And if these things continue, I'm sure 60-70% of people will leave.
     "This brings people to think about armed struggle," he added. "If no one does something for those left there at the mercy of the Serbs, we will have to do something for them."

Copyright 1999 Los Angeles Times



News at 18:28  http://www.kosovapress.com/english/dhjetor/3_12_99.htm
The Yugoslav Army is holding the training close to the borders of Kosova

Beograd, December 3 (Kosovapress)
According to the Serb Radio and TV, on Wednesday, near to the administrative bordering
Zone of Kosova, the Yugoslav Army soldiers have held the military training.
This television has shown the views of the village of Bujanoviçit, a city in the Southern
Serbia, 12 km far from the bordering line with Kosova, in which have been developed the
Serb military training by tanks.
In only one week, this is the second time in which the 3rd Yugoslav Army, the Serb
troops of the former Corpus of Prishtina, have taken part in this training.
The General Vladimir Lazareviç, the Commander of the former Corpus of Prishtina, in an
interview, given to the Radio-Television of Serbia, said that the attacks against the Serb
Police " are tragic proves that the International Force, which are supposed to work under
the UN flag, are not fulfilling their committed obligations."
In this case he added that " The International Force could not disarm the persons who
are killing our police in our Sovran territory."



http://wwwnotes.reliefweb.int/files/rwdomino.nsf/480fa8736b88bbc3c12564f6004c8ad5/38f18a9b46b02151c125683c006685db?OpenDocument

R e l i e f W e b
http://www.reliefweb.int
Source: Agence France-Presse (AFP)
Date: 03 Dec 1999
 

Kosovo troubles could spill over into Serbia, Macedonia

By Victoria Stegic

BELGRADE, Dec 3 (AFP) - Troubles in Kosovo risk spilling over into southern Serbia and Macedonia, a former Yugoslav army chief of staff warned in an interview with Agence France-Presse.
     General Momcilo Perisic, who was fired by Yugoslav President Slobodan Milosevic in November 1998 and has since joined the opposition, was commenting on a recent flare-up on Kosovo's border with Serbia.
     "There is a great danger of the Kosovo problem spilling over into southern Serbia and even more so into Macedonia," Perisic said.
     At the end of last month, Serbian police suffered two attacks at the hands of fighters of the Kosovo Liberation Army (KLA), which officially, has been demilitarised. Two policemen were killed and eight others wounded.
     They were the most serious clashes around Kosovo since the army and police evacuated the province last June, before deployment of the NATO multinational force and the establishment of a provisional United Nations administration.
     Many ethnic Albanians live on the border with Kosovo and a quarter of Macedonia's two million inhabitants is Albanian.
     Since the clashes, the Yugoslav army has staged two exercises in the region of Bujanovac, a small town in southern Serbia close to the borders with Kosovo and Macedonia.
     Official Serbian television showed tanks, armoured vehicles and infantry moving through the hilly terrain.
     "The area is a trouble spot exposed to people from Kosovo who want to cause incidents and provoke the army," said Perisic, accusing Albanian "extremists" of trying to spread the Kosovo conflict.
     He said it was "more than normal" that the Yugoslav army make preparations on the ground to prevent new raids.
     The exercises were part of regular training, but he conceded they might be interpreted by Alabanian "extremists" as an attempt to intimidate the mainly Albanian population of Bujanovac and Presevo.
     Thousands of Albanians already left the area during the Kosovo conflict to set up home either in Kosovo or in Macedonia.
     Perisic said there was also the risk that Albania itself would be destabilised.
     The former chief of staff said that the international community, the Yugoslav leadership and the Albanian separatists were all to blame for the situation in Kosovo.
     Perisic said the NATO bombing campaign "instead of stabilising the situation, simply added to the destabilisation."
     Since the bombing campaign, justified by the need to stop anti-Albanian violence, and the deployment of NATO and UN, some 240,000 Serbs and other non-Albanians have fled Kosovo in face of Albanian intimidation and violence.

vs/agv/ak
Copyright (c) 1999 Agence France-Presse



http://www.aimpress.org/dyn/trae/archive/data/199912/91208-001-trae-pri.htm
WED, 08 DEC 1999 23:26:33 GMT

Albanians in Southern Serbia - Leave or return?

AIM Pristina, 30 November, 1999

In the streets of cities in Kosovo there are hundreds of posters hanging in all busy places. The following question is on them: "Where are Presevo, Bujanovac and Medvedja left behind".

Inhabitants of these three municipalities which are in the southern part of Serbia and which the Albanians call municipalities of Eastern Kosovo, are facing a very difficult situation and even banishment from their homes. Albanian activists say that the crisis has been intensified after the arrival of international forces in Kosovo, that is after withdrawal of Serbian security forces on 12 June this year. Banished Albanians who found refuge in many cities and towns of Kosovo (there are also some of Macedonian refugee camps) claim that more than 20 thousand people were banished.

It seems, though, that the most dramatic situation is that of the inhabitants of Medvedja from where, according to data of the association of the banished persons, 800 families or 5500 Albanian citizens of the total of 6000 who lived in this municipality were forced to leave. Most of them have for the time being been accommodated in Kosovo municipalities of Gnjilane and Kamenica. Some of them are living with Albanian families, but a large number of them have found refuge in collective centres, such as stude nts' dormitories, kindergartens or factory depots. There are many women, elderly persons and children among them who will it seems spend the winter without heating, water and adequate clothing...

Persons banished from the mentioned three municipalities formed their association in Gnjilane and they claim that Albanian inhabitants of these municipalities have been subjected to "all forms of ethnic cleansing previously used in Kosovo by Serbian forces". Except for various types of mistreatment, they testify about the ban of use of Albanian language and "tarnishing of their ethnic symbols".

During a protest organised in Pristina on 14 November, more than one thousand citizens gathered carrying banners with inscriptions such as "We want to go back to our land", "Presevo, Bujanovac and Medvedja are Kosovo", "Do not forget us", and similar. The citizens from municipalities in southern Serbia sent an appeal from this protest to the international community demanding its more serious involvement in seeking solution for their problem. At this protest they were also critical about the Albanian Kosovo who, according to them, thought of nothing else but resolving "the big issues". Jonuz Fetahu, representative of the organisation committee of the protest demanded from the international community and the interim government of Kosovo to ensure "safe return to their places of residence with international guarantees, withdrawal of military and police forces, interruption of violence, liberation of all prisoners without preconditions, preservation of order and ethnic identity , use of ethnic symbols, edu cation in mother tongue, information in mother tongue and finally implementation of the decision reached by referendum held on 1 and 2 March, 1992".

"We think that we are entitled to civilised life like all the free and democratic countries", declared Fetahu. Tahir Dalipi, member of the association of persons banished from Medvedja, Bujanovac and Presevo, thinks that safe return of his compatriots can be ensured only by the international community "if it spread the protectorate which is currently operating in Kosovo". According to him, this should be done in the name of humanness and human rights which are nowadays just modern "trends in the mod ld". However, when speaking about other possibilities which are "offered by others", Dalipi says that "some people say that with democratisation of Serbia a little less rigid situation will begin and that the Albanians will be given a possibility to live in their homes. "Many people address us - the banished - and ask us whether there will be conflicts in places we have been banished from", says Tahir Dalipi, adding that he would wish to be able to answer with a No, but that "in pr inciple where there is vio lence, the conflict always remains potentially opened".

President of the Presevo municipal assembly Riza Haljimi sharply criticised the international community for "skirting the question" of members of his ethnic group in the agreement signed in Kumanovo pursuant which Serbian security forces withdrew from Kosovo and from there came to stay in Presevo, Bujanovac and Medvedja. He also sharply criticised Albania which, Halimi believes, should "get involved concerning the question of the Albanians" in these three municipalities.

"I appeal on education workers, health workers, Albanian intellectuals and all political activists, instead to leave their homes, to choose the road of resistance and self-sacrificing involvement in defence of our homes. Only with more intensive involvement and involvement of all the Albanians, full support of international community will be ensured, but also of the all-Albanian potential in meeting conditions for return of the banished and a political solution for the Albanians in Presevo, Bujanova edvedja", Mr. Halimi, president of Presevo municipality appeals.

Information on everyday developments in Bujanovac, Presevo and Medvedja are not always available. Only here and there it is possible to hear that there was shooting. As a result, inhabitants of a village left their homes in fear of revenge, and after a short time a certain number of them returned. A local activist called his compatriots via electronic media not to leave their homes claiming that completely unknown persons had clashed with the Serbian police and that they should not be tricked to bel rious misinformation spread by irresponsible persons. In the context of general politicisation and possible manipulation of these people by petty politicians, it is still hard to make out all the reasons which had made these people leave their homes.

The current position of the Albanians from municipalities in southern Serbia are in the shadow of new developments in Kosovo, but also enormous problems of more than half a million Kosovo Albanians who will have to face a severe winter which is customary for this part of the world.

AIM Pristina

Arbnora BERISHA



News at 19:15  http://www.kosovapress.com/english/dhjetor/12_12_99.htm
Massive Albanian deportation from Presheva, Bujanoci and Medvegja

Ulqin, December 12 (Kosovapress)
In the International Seminar organized in Ulçin for the minorities in the Former Yugoslavia that has ended last night , Mr. Riza Halimi, the leader of the Democratic Party of Presheva has represented the social, political and economical discrimination of Albanian people who live in Presheva, Bujanoci and Medvegj. He said that after the end of the war in Kosova the situation in those cities has been tensioned more because the Yugoslav forces have been located in these areas. He expressed the concern about many economical buildings that have been returned into the military barracks from where the Yugoslav soldiers are doing their exercises. As a result, hundreds of workers have remained without job. According to the statistic that he showed to the participants of the meeting, more than 10.000 Albanian people have been deported by force from the villages of : Presheve Bujanoci and Medvegja.



http://www.sltrib.com/1999/dec/12261999/nation_w/11378.htm
 
Fear Drives Exodus From Land of Ancestors

Sunday, December 26, 1999

LOS ANGELES TIMES

   GRBAVCE, Yugoslavia -- Hajdar Sulja, 63, was too sick to join the exodus from Grbavce that began about Aug. 2, just over a month after the last Yugoslav forces withdrew from Kosovo.
    Now Sulja, his wife, son, daughter-in-law and two grandchildren are the only people left in a village where their ethnic Albanian ancestors lived, worked the hard mountain soil and went to the grave for 500 years.
    If Sulja hadn't been out in the yard, working on his knees behind a fence of rough-hewn pickets and tangled sticks, it would have been hard to know one recent day that anyone was left in Grbavce, about three miles from the Kosovo border near the Serbian town of Medvedja.
    Serbian police officers pass through the area once in a while, but neither they nor Yugoslav army soldiers have attacked the village, Sulja said.
    "The army came nearby, they fired some shots and people got scared," so they fled to Kosovo, he added.
    Although Sulja insists that he has never had problems with Serbs and was not told to leave, he doesn't feel safe. He plans to take his family and as much as they can carry, and flee as soon as they can.
    "What can I do?" asked Sulja. "I can't live here on my own. The wolves will eat me. . . . Saving your head is most important, but it is not easy to leave centuries-old property."

© Copyright 1999, The Salt Lake Tribune

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http://www.sltrib.com/1999/dec/12261999/nation_w/11377.htm
 
Ethnic Albanians Flee Buffer Zone

Sunday, December 26, 1999
BY PAUL WATSON
LOS ANGELES TIMES

GRBAVCE, Yugoslavia -- High on a breathtaking hill in southern Serbia, beyond the reach of foreign troops patrolling nearby Kosovo, the only sound in this ethnic Albanian village is of dried corn stalks rustling in the autumn breeze.
    Ethnic Albanians tilled this land for centuries before the Serbs gave up control of the neighboring province to NATO-led peacekeeping troops about six months ago. Then a silent exodus began, and all but one of the village's farmhouses were abandoned for fear that they might be the next targets of the Serbs.
    An estimated 85,000 ethnic Albanians still live in this region of southern Serbia, mainly in a 482-square-mile area bordering Kosovo that many Albanian nationalists believe should be part of that province. But thousands have fled since the fate of the region's people was largely forgotten in NATO's victory over Yugoslav forces.
    A buffer zone created around Kosovo by June's peace accord with NATO prohibits Serbian police and Yugoslav soldiers from entering only a small part of the region, leaving most of the ethnic Albanians feeling cut off and at risk, said Riza Halimi, president of the municipal assembly in Presevo, a city in southeastern Serbia.
    Slayings, robberies and arson carried out by federal and Serbian forces, and years of political repression under Yugoslav President Slobodan Milosevic, have forced the continuing exodus, Halimi said in an interview at Presevo's City Hall.
    "This situation is benefiting the Serbian authorities," Halimi added. "Their deceitful measures are contributing to a silent 'ethnic cleansing.' "
    Ethnic Albanians in this region of Serbia received none of the benefits that came from NATO's bombing campaign but are suffering the consequences, Halimi said, because they aren't protected by almost 50,000 NATO-led peacekeeping troops just across the border in Kosovo -- although it too remains a part of Serbia, Yugoslavia's dominant republic.
    In one of the few significant concessions Milosevic won for withstanding 78 days of airstrikes last spring, NATO agreed to shrink the buffer zone along the Kosovo border that Yugoslav troops and Serbian police are not allowed to enter.
    The Western demands that Milosevic had rejected at peace talks during the winter called for a "mutual safety zone" 15 miles deep, which would have protected most ethnic Albanians north and east of Kosovo's border.
    But under the accord that ended the air war, the buffer zone was set at 3 miles deep. That left Yugoslav troops and Serbian police free to harass ethnic Albanians, Halimi said.
    And the violence has cut both ways. Two Serbian police officers were seriously wounded last month when gunmen opened fire on the Serbs' vehicle in this area near the mainly ethnic Albanian village of Konculj, Yugoslavia's state-run news agency reported.
    NATO officials, meanwhile, confirm that the alliance is concerned about occasional skirmishes across the border from Kosovo.
    During the war and in the angry peace that followed, as many as 20,000 ethnic Albanians in the region fled to Kosovo or went into exile abroad; 1,200 of them are still living in a refugee camp in Macedonia, Halimi said.
    His Party of Democratic Action wants to unite the mainly ethnic Albanian strip of southern Serbia with Kosovo, a demand that he concedes could lead to more violence if Kosovo moves closer to a complete break from Yugoslavia.
    "It is a common fact that the Albanian population of this region makes a constitutive whole with the Albanian population living in Kosovo and Macedonia," Halimi's party said in a 1992 declaration.
    To Serbian nationalists, that translates into the same demand for ethnic Albanian independence that led in 1998 to a vicious civil war in Kosovo -- a conflict ended only by the NATO air war.
    Senior officers at Serbia's Interior Ministry police headquarters in Belgrade, the Serbian and Yugoslav capital, did not respond to requests for an interview on the situation in the border region.
    Halimi used to be a high school physics teacher in Presevo, where before the war, about 42,000 people -- more than 90 percent of the city's population -- were ethnic Albanian. But Serbian authorities fired him and 11 other teachers in a purge of the Albanian-language education system, he said.
    This region is so poorly developed that only 500 workers out of an estimated 45,000 have jobs in industry, and they earn only $19 to $25 a month, Halimi said. The Yugoslav army eliminated some of the best remaining jobs by turning a local shoe factory into a military base after the NATO-led force entered Kosovo.
    Despite the campaign by Halimi's party to combine the region with Kosovo, where the overwhelming majority favors independence from Yugoslavia, the Serbian government has allowed him to stay in power in Presevo since 1992.
    But Milosevic makes sure that the city assembly that Halimi leads is weak. Its only authority is over sports, cultural activities, child care, garbage collection and street cleaning.
    Although Halimi is one of Milosevic's many political enemies, his efforts to work against the system from within may have helped prevent fighting in Kosovo from spilling into the rest of southern Serbia.
    "Before and during the war, our opinion was that there was no reason for people to leave [our region]," Halimi said. "Why? Here we are taking part in all the institutions of the system. There were no incidents here before the bombing. And our official stand always concurred with the army's statements."
    In Kosovo, the NATO-led peacekeeping force and a U.N. civilian administration are fighting what increasingly looks like a losing battle against ethnic Albanian extremists attacking Serbs and other minorities, who continue to flee almost daily slayings and kidnappings.
    Western governments, including the United States, are still officially opposed to independence for Kosovo. But ethnic Albanian leaders across the political spectrum are determined to break from Yugoslavia, making it all the more difficult for NATO to "win the peace" and create a multiethnic democracy in Kosovo.
    "If Kosovo ever becomes independent, and if present-day borders remain, people here would feel like they were living in a ghetto, and they would silently leave," Halimi predicted.

© Copyright 1999, The Salt Lake Tribune



KËSHILLI PËR MBROJTJEN E TË DREJTAVE E TË LIRIVE TË NJERIUT
COUNCIL FOR THE DEFENCE OF  HUMAN  RIGHTS AND  FREEDOMS
Rr. Zdrini, 38000 Prishtinë-Kosovë; tel. 381 (0) 549006  fax: 381 (0) 38 549007
E-mail: kmdlnj@albanian.com      cdhrf@albanian.com     http://www.albanian.com/kmdlnj
__________________________________________________________________________

REPORT 473
on the situation of the human rights and freedoms in Kosova,
from  November 21 until November 30, 1999

Eastern Kosova – Presheva, Bujanoc and Medvegja

        BUJANOC: On November 23, at about 8 p.m., unidentified persons wounded policemen Çaslav Ivkoviq, deputy commander of the police station in Vranje, and Zoran Stoilkoviq. The incident happened in the “buffer zone” on the border with Kosova, between the villages of Lluçan and Konçul. After the incident, police physically ill treated Bilall and Xhelal Ibrahimi from the village of Konçul near Bujanoc.
        On November 24, at about 7.30 p.m., police in the vicinity of the village of Bresiq stopped Zija Hasan Sylejmani (1973) from the village of Rainca near Presheva. He and a fellow-villager of his named Maliq were driving a truck. The two were severely ill treated until 6 a.m. The two had fainted several times. Zija’s nose was broken. He also suffered injuries on his ribs and legs. His mobile phone was looted.
        On November 24, a bus full of passengers was stopped at the police checkpoint in Gryka e Konçulit. The bus driver, his co-driver and an Albanian passenger were ill treated. This is the third such incident at this place after the incidents in Tërnoc and Dobrosin.

__________________________________________________________________________

REPORT NO. 471
On the situation of human rights and freedoms in Kosova
from 7 until 14 November 1999

Eastern Kosova – (Presheva, Bujanoc, Medvegja)

        PRESHEVA: On 11 November, the District Court in Presheva started the trial against Riza Halimi, mayor of Presheva and chairman of the Party for Democratic Action, who is tried for the seventh time under the charges that during the protests of 8 March 1998 against the violence in Drenica he had inhibited the official people to carry out their duties”. The defendant dropped the charges. The process was monitored by the lawyer Igor Olujiq, a representative of the Humanitarian Law Fund in Belgrade.
        BUJANOC: On 11 November, the District Court in Bujanoc for the 20th time continued the trial against Sevdail Hyseni, author of the satirical book “Kur qesh fati” (“When the fate is on your side”). He was accused for “insulting the Serbian people, as well as Yugoslav nationalities” in a poem.
        On 14 November, in the afternoon, Serbian police undertook an action in the village of Dobrosin. Due to the fear, women and children fled towards Pogragja and Stublina (Gjilan). During the action, there were clashes between Serbian police forces and Albanian civilians. There were no casualties.



http://www.kosovapress.com/english/janar/6_1_99_2.htm
Serbia increases police forces on East Kosova

Pristinë, January 6 (Kosovapress)
Serbia has increased police forces on the areas of East Kosova (Preshevë, Bujanoc and Medvegja) those municipalities are mostly inhabited with Albanians. According to some reports, today in Bujanoc more than 140 polices have been deployed which were brought from Nishi city. They have been deployed extra to the ethnic villages with Albanians in Konçul, at the biggest village Tërnoci i Madhë, Lluçan, Nasalcë etc… there are set checkpoints where Albanians are stopped all the time and maltreated very badly. In the mean time the inscenated process for the judgement of Riza Halimi is following now for many times and to some other Albanians as well. Riza Halimi is a leader of DP in Presheva who yesterday again sat for the judgement with the accuses that he had supported the protests on May 5, 1998 which were held against the massacres in Drenica.



Parts of  CDHRF-Weekly Reports #475, # 476, # 477
received Fri, 07 Jan 2000 from "Ibrahim Makolli"

The full texts of the reports you can read at
Report No 477  from 19 Dec until 26 Dec 1999
Report No 476  from 12 Dec until 19 Dec 1999
Report No 475  from 5 Dec until 12 Dec 1999
 

KËSHILLI PËR MBROJTJEN E TË DREJTAVE E TË LIRIVE TË NJERIUT
COUNCIL FOR THE DEFENCE OF HUMAN RIGHTS AND FREEDOMS
Rr. Zdrini, 38000 Prishtinë-Kosovë; tel. 381 (0) 549006 fax: 381 (0) 38 549007
E-mail:kmdlnj@albanian.com   cdhrf@albanian.com   http://www.albanian.com/kmdlnj

Report 475
on the situation of the human rights and freedoms in Kosova
from December 5 until December 12, 1999

Eastern Kosova – (Presheva, Bujanoc, Medvegja)

    PRESHEVA: On December 8, at about 3 a.m., there was a powerful blast at the cattle farm in the vicinity of the police station. Extensive material losses were caused and many windows were broken in the neighboring houses.
    BUJANOC: On December 11, at about 10.30 p.m., there was a powerful blast in the vicinity of the “Branko Radiçeviq” Primary School which is located near the police station in Bujanoc. The blast disturbed the citizens. The windows of the school as well as those in many neighboring houses were broken.
_________________________________________________________________________

Report 476
on the situation of the human rights and freedoms in Kosova
from December 12 until December 19, 1999

Eastern Kosova – (Presheva, Bujanoc, Medvegja)

    BUJANOC: On December 12, at about 2.30 p.m., a group of 25 Serb policemen, who were armed with automatic guns, searched the house of Qani Rufat Salihu (1956), from the village of Tërnoc. The policemen were allegedly searching for weapons. Not finding any they left. Qani’s children suffered traumas.
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REPORT NO. 477
on the situation of human rights and freedoms in Kosova
from 19 until 26 December 1999

Eastern Kosova – (Presheva, Bujanoc, Medvegja)

    BUJANOC: On 21 December, at about 19.00, 7 Serbian policemen entered the “Teuta” pizzeria in Bujanoc, where they provoked, insulted on a national and family basis and threatened with liquidation the waiter Lirim Sherifali Nazifi (1979). On leaving, policemen ill-treated Hevzi Bilall Ahmeti (1947), a pensioner, owner of the building.
    PRESHEVA: These days, 100-150 members of Serbian special units were situated in Presheva. They were stationed in the Youth House in Presheva and during the patrol, they usually go in groups of 15-20 members.


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